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Pfäffikon
25.03.2021
06.05.2022 15:35 Uhr

Nach zwölf Minuten liegt das Testresultat vor

Danica Sciacovelli, CEO der Pill Group AG und eidg. dipl. Apothekerin ETH, schiebt den Teststreifen zum Aufwärmen in das Analysegerät. Nach dem Abstrich kommt ein Tropfen der Lösung auf den Streifen – 12 Minuten später liegt das Resultat vor.
Danica Sciacovelli, CEO der Pill Group AG und eidg. dipl. Apothekerin ETH, schiebt den Teststreifen zum Aufwärmen in das Analysegerät. Nach dem Abstrich kommt ein Tropfen der Lösung auf den Streifen – 12 Minuten später liegt das Resultat vor. Bild: Daniel Koch
Die Pill Apotheke am Bahnhof in Pfäffikon bietet einen neuen Covid-Schnelltest an, bei dem kein Nasen-Rachen-Abstrich mehr nötig ist.

Es ist nicht die angenehmste Prozedur, wenn für einen Covid-19-Test ein Abstrich an der oberen Rachenwand vorgenommen werden muss. Fortschritte bei der Diagnose machen es mittlerweile möglich, dass auf der Suche nach dem Virus «humaner» vorgegangen werden kann. Die Pill Apotheke am Bahnhof bietet ab sofort einen vom Bund validierten Schnelltest an, bei dem es genügt, mit einem Stäbchen im vorderen Bereich des Nasenlochs einen Abstrich zu machen. Das geht schnell und ist überhaupt nicht unangenehm. Danach kommt das Stäbchen in eine Trägerlösung und schliesslich davon ein Tropfen auf den Teststreifen, der im Analysegerät steckt. Bereits nach 12 Minuten liegt das Testresultat vor und man hat Gewissheit. 

Riesige Nachfrage nach Tests

Eine Validierung des Schnelltests ist laut Danica Sciacovelli, CEO der Pill Group AG und eidg. dipl. Apothekerin ETH, eigentlich nur dann nötig, wenn ein positives Resultat unerwartet ist. Will heissen, man hatte keinen Kontakt zu positiv getesteten Personen und zeigt auch keine Symptome. Nach wie vor ungeeignet ist der Schnelltest für besonders gefährdete Personen und dann, wenn die Symptome bereits länger als vier Tage vorhanden sind. «Die Viruslast ist dann vielleicht schon abnehmend und reicht nicht mehr aus für einen Schnelltest», so Sciacovelli. Auch für Reisezwecke fordern viele Länder nach wie vor einen negativen PCR-Test. In solchen Fällen muss der Test selbst aber berappt werden, in allen anderen Fällen zahlt der Bund. 

Laut Danica Sciacovelli ist die Nachfrage nach Testmöglichkeiten bei der Bevölkerung enorm hoch, nachdem der Bundesrat die ausgeweitete Teststrategie verkündet hat. Auch die Frage nach Selbsttests führe zu vielen Anfragen. Dabei seien diese vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) noch gar nicht zugelassen. Sie rechnet damit, dass Selbsttests erst Mitte April verfügbar sein werden. Gleichzeitig sollte etwa zu diesem Zeitpunkt auch das Impfen in den Apotheken möglich sein. «Die Impfungen anbietenden Apotheken werden dann auf das Anmelde-Tool des Kantons aufgeschaltet.» Es sei eine Herkules-Aufgabe, die auf die Apotheken zukomme. Bei der Pill Apotheke in Pfäffikon könnten pro Woche dereinst zwischen 100 und 200 Leute eine Impfung erhalten.

Daniel Koch, Redaktion March24 & Höfe24