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Freienbach
14.11.2021

Jetzt steht’s fest: Wohnkomplex in Freienbach wird gebaut

37 Wohnungen mit zweieinhalb bis fünfeinhalb Zimmern auf drei Geschossen sind vorgesehen. Die Illustration zeigt den Zugang zum Gebäude von der Ostseite her.
37 Wohnungen mit zweieinhalb bis fünfeinhalb Zimmern auf drei Geschossen sind vorgesehen. Die Illustration zeigt den Zugang zum Gebäude von der Ostseite her. Bild: Visualisierungen Fröhlich Architektur AG
Die Kirchgemeindeversammlung Freienbachs ist dem Antrag des Kirchenrats gefolgt und genehmigt damit den Projektierungskredit von 400 000 Franken für die neue Überbauung am östlichen Eingang Freienbachs.

Es hätte durchaus Diskussionen geben können am letzten Montagabend im Gemeinschaftszentrum Freienbach. Die versammelte Römisch-katholische Kirchgemeinde durfte unter anderem über den Projektierungskredit für die geplante Überbauung an der Ufenaustrasse 2–6 abstimmen. Die Gewerbebauten, in denen sich auch der «Denner»
befindet, sollen abgerissen und an deren Stelle ein Komplex mit 37 Wohnungen gebaut werden. Die 6726 m2
grosse Liegenschaft gehört der Sigristenpfrundstiftung Freienbach, die wiederum dem Bistum Chur gehört. Bischof Joseph Maria Bonnemain hiess das Projekt gut, was nicht selbstverständlich ist.

Der Denner kommt weg: Die Kirchgemeindeversammlung von Freienbach hat sich am Montagabend für die neue Überbauung an der Ufenaustrasse ausgesprochen. Bild: Andreas Knobel

Tiefer Baurechtszins 

Zu Diskussionen hätte etwa der tiefe Baurechtszins von unter 25 Franken bei einer Laufzeit von 99 Jahren führen können. Laut dem Kirchenrat der Römisch-katholischen Kirchgemeinde Freienbach entspreche dies «ungefähr der Hälfte des marktüblichen Baurechtszinses für dieses Grundstück». Doch nur mit diesem moderaten Baurechtszins könnten zum Teil preisgünstige Wohnungen angeboten werden. Dies muss die Kirchgemeindeversammlung wohl ähnlich gesehen haben: Der Projektierungskredit von 400 000 Franken für die neue Überbauung, der in der Investitionsrechnung 2022 aufgeführt ist, wurde am Montag einstimmig und ohne Wortmeldung angenommen.

Die Mietzinseinnahmen der Überbauung kommen der Kirchgemeinde Freienbach zugute. Angesichts sinkender Katholikenzahlen sicher eine weise Überlegung. 

Baustart frühstens 2024 

Die Fröhlich Architektur AG in Bäch und die HTB AG in Pfäffikon, die im Vorfeld bereits mit einer Machbarkeitsstudie beauftragt wurden, sollen das Projekt nun bis zur Baueingabe weiter bearbeiten. Die beiden Firmen rechnen für die Studie mit Kosten von 34 Millionen Franken. Diese Kosten werden durch eine Bank finanziert. Es sei aber noch nicht entschieden, mit welchem Architektur- und Ingenieurbüro das Bauprojekt am Ende realisiert werde, sagte Ratspräsident Armin Immoos. Es sei in Freienbach üblich, dass eine Honorarsubmission entscheidet, welches Büro schliesslich den Auftrag erhält. Wird das Projekt von der Gemeinde bewilligt, könne frühstens im Jahr 2024 mit dem Bau gestartet werden, verriet Immoos weiter.

Das Gebäude mit Wohnungen und einem Geschäft wird 4812 Quadratmeter umfassen. Bild: Visualisierungen Fröhlich Architektur AG

Auf der Traktandenliste der Kirchgemeindeversammlung standen auch Nachkredite zur laufenden Rechnung 2020, die Abnahme der Jahresrechnung 2020, die Genehmigung des Voranschlags 2022 und sechs Wahlen. Nachkredite, Rechnung und Voranschlag wurden ohne Gegenstimme angenommen.

Wahlen

Yvonne Commerell demissioniert als Rechnungsprüferin, an ihre Stelle wurde Sylvia Zehnder Bürer aus Pfäffikon an der Kirchgemeindeversammlung vom Montagabend in die Rechnungsprüfungskommisison (RPK) gewählt. Neu in den Kirchenrat Freienbach gewählt wurde Miroslaw Golonka, Pfarrer in Pfäffikon. Wiedergewählt für jeweils vier Jahre wurden Daniel Corvi, Zita Baron und Daniel Rämer. Guido Schätt wurde ebenfalls in seinem Amt als Rechnungsprüfer bestätigt.

Anouk Arbenz, Redaktion March24 & Höfe24