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Sport
31.10.2021

Erneut ein Wochenende zum Vergessen für die roten Teufel

Lukas Wildhaber und die Red Devils durchlaufen momentan schwere Zeiten.
Lukas Wildhaber und die Red Devils durchlaufen momentan schwere Zeiten. Bild: Carlo Stuppia
Gegen die beiden Spitzenteams Thurgau und Grünenmatt setzte es für die Red Devils deutliche Niederlagen ab. Die Teufel schlittern immer tiefer in die Krise.

Eigentlich waren die Devils gewarnt: Seit Jahren machen die Ostschweizer Gäste aus dem Thurgau aus ihren Aufstiegsambitionen kein Geheimnis. Entsprechend überzeugend war bislangauch deren Saisonverlauf. Der zweite Zwischenrang hinter Basel Regio und die mit Abstand beste Offensive der Liga standen bereits vor der samstäglichenAffiche zu Buche.

Dennoch waren die Devils nicht bereit. Nach nur 26 gespielten Sekunden musste Fleischmann im Tor der Einheimischenein erstes Mal hinter sich greifen. Die Gäste störten ihren Gegner früh im Aufbau und legten im Spiel mit Ball ein enormes Tempo vor, mit dem die Hausherren Mal für Mal überfordert waren. Dass man lediglich mit einem Rückstand von 0:3 in die erste Pause gehen konnte, war noch das Beste an diesem Startdrittel.

Am Geschehen auf dem Platz änderte sich zum Leidwesen der anwesenden Zuschauer auch im zweiten Drittel nichts. Weiterhin wurde vor allem in eine Richtung gespielt, und die Favoriten wurden ihrer Rolle eindrücklich gerecht. Nachdem Liikka bei einem zugesprochenen Penalty unglücklich am Pfosten scheiterte, erhöhten die Gäste vor dem zweiten Unterbruch auf das vorentscheidende 2:9. Somit war der Mist nach 40 Minuten geführt.

Im letzten Drittel, für welchesCoach Keller die Linien nochmals gehörig durchmischte, ging es vorwiegend darum, ein gutes Gefühl für das Auswärtsspiel vom Sonntag zu holen. Dieses Unterfangen gelang den Märchlern einigermassen zufriedenstellend. 

Red Devils – Thurgau 4:12 (0:3, 2:6, 2:3)

Erneute Kanterniederlage

Anscheinend stiessen Wittenwilers Worte leider auf taube Ohren. Nur so lässt sich erklären, dass die in Grünenmatt antretenden Devils auch den Start in die Partie vom Sonntag komplett verschliefen. Erneut dauerte es keine zwei Zeigerumdrehungen, bis man sich wiederum mit einem Rückstand konfrontiert sah. Doch auch hiervon liessen sich die Märchler nicht wachrütteln. Nach dem zweiten Gegentreffer bot sich immerhin die Chance, den Rückstand in Überzahl wieder zu halbieren. Doch zum Entsetzen des mitgereisten Märchler Anhangs entwischte prompt ein Gegenspieler und netzte zum Shorthander ein.

Wie am Vortag mussten die Devils also mit einem 0:3-Rückstand in die Pause und dringend etwas unternehmen, wollte man die Heimreise nicht ohne Punkte antreten.Nach zwei weiteren Gegentreffern, die lediglich von einem zwischenzeitlichen Energieanfall Bamerts unterbrochen wurden, reduzierte Coach Keller auf zwei Linien und forcierte auf diese Weise nochmals seine besten Kräfte. Diese Massnahme verfehlte ihre Wirkung zum Glück nicht. Auf einmal spielten die Gäste aufsässiger, konnten sich vermehrt in der Offensive behaupten und kreierten hochkarätige Chancen fast im Minutentakt. Aber mehr Zählbares als der Treffer von Piittisjärvi schaute im zweiten Drittel nicht heraus. Den Schlusspunkt setzte der gerade von der Strafbank zurückkehrende Savukoski mit dem Tor ins verlassene Gehäuse.

Grünenmatt – Red Devils 7:2 (3:0, 2:2, 2:0)

 

 

Thomas Mächler