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Lifestyle
27.12.2020

Schneesport mit Rücksicht

In der Weihnachtszeit lockt die Natur auch Ausserschwyzer nach draussen. Vier Regeln, die dabei beachtet werden sollten.

 

1. Wildruhzonen und Wildschutzgebiete beachten

Wildruhezonen und Wildtierschutzgebiete schützen Wildtiere vor übermässiger Störung durch die Freizeitaktivitäten des Menschen. Bereits das unerwartete Auftauchen eines Schneeschuhläufers kann für Wildtiere im Winter problematisch sein: Eine Flucht kostet viel Energie, die dann zum Überleben fehlt. Wildruhezonen dürfen darum im Winter nicht oder nur auf ausgewiesenen Routen betreten werden.

Infos über Wildruhezonen und Wildschutzgebiete

2. Im Wald auf Wegen und bezeichneten Routen bleiben

Es gibt erlaubte, empfohlene und rechtsverbindliche Wege und Routen. Die interaktive Karte des Vereins Natur & Freizeit kann zu Hause ausgedruckt und auf die Reise mitgenommen werden.

Interaktive Karte der Schutzgebiete

3. Waldränder und schneefreie Flächen vermeiden

Bei der Tourenplanung und während der Tour steht deine Sicherheit im Zentrum. Vergiss darüber hinaus aber nicht, dass du in der winterlichen Bergwelt nicht allein unterwegs bist. Zusammen mit immer mehr Erholungssuchenden begibst du dich in den Lebensraum der Wildtiere.

Mehr Infos über die richtige Tourenplanung

Vor der Tour:

  • Überprüfe auf der Karte der Wildruhezonen und Wildschutzgebiete Schweiz, ob deine Route durch ein Schutzgebiet führt. Wildruhezonen und Wildschutzgebiete dürfen nur auf den ausgewiesenen «erlaubten Wegen» betreten oder befahren werden.
  • Überprüfe anhand der Kartenanwendung auf dem Internet, ob deine Skitourenkarte noch dem aktuellen Stand entspricht (vgl. Kasten rechts). Übertrage allfällige Änderungen in deine Karte oder drucke dir den entsprechenden Kartenausschnitt aus. So kannst du dir auch unterwegs jederzeit einen Überblick verschaffen. Vielleicht zwingt dich Unvorhergesehenes, von der geplanten Route abzuweichen.
  • Studiere den Routenverlauf auf der Landeskarte 1:25 000 nochmals mit den Augen eines Wildtiers. Achte darauf, dass du Wildtiere auch ausserhalb von Schutzgebieten nicht störst: Bleib im Wald auf markierten Routen und Wegen und meide Waldränder.
  • Falls du ein Schutzgebiet betrittst und du etwas Besonderes planst (z. B. eine Fackelabfahrt mit einer Gruppe), erkundige dich sicherheitshalber beim zuständigen Wildhüter, ob dies mit den Schutzbestimmungen vereinbar ist. Der Wildhüter kennt sein Gebiet und hilft dir gerne weiter.

Vier Regeln für unterwegs

  1. Beachte Wildruhezonen und Wildschutzgebiete: Sie bieten Wildtieren Rückzugsräume.
  2. Bleibe im Wald auf den bezeichneten Routen und Wegen: So können sich die Wildtiere an den Menschen gewöhnen.
  3. Meide Waldränder und schneefreie Flächen: Sie sind die Lieblingsplätze der Wildtiere.
  4. Führe Hunde an der Leine, insbesondere im Wald: Wildtiere flüchten vor frei laufenden Hunden.

4. Hunde an der Leine führen, insbesondere im Wald

Störungen lösen bei Wildtieren Stress aus. Bei starker Störung ergreifen sie die Flucht. Durch den Stress und auf der Flucht verbrauchen sie viel Energie, und es steht zudem weniger Zeit für die Nahrungsaufnahme zur Verfügung: Dies wirkt sich negativ auf die Energiebilanz der Tiere aus. Je tiefer der Schnee, desto höher der Energieverbrauch bei der Fortbewegung oder auf der Flucht.

Besonders empfindlich reagieren Wildtiere:

  • in der Brunft- bzw. Balzzeit und zur Setz- bzw. Brutzeit;
  • in Anwesenheit von Jungtieren;
  • in der Dämmerung;
  • wenn ein geeignetes Rückzugsgelände fehlt.

Mehr Infos über Wildtiere

Das Trichterprinzip hat ihren Namen vom trichterförmig enger werdenden Bewegungsspielraum, den du mit abnehmender Höhe bei der Abfahrt bzw. beim Abstieg nutzen kannst, ohne Wildtiere zu stören. Bild: zvg
Anouk Arbenz, Redaktion March24 und Höfe24