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Siebnen
15.09.2020
15.09.2020 11:09 Uhr

Kotprobe überführt den Schwendeler Wolf

Jetzt ist es definitiv: Die vor knapp vier Wochen eingereichte Kotprobe aus dem Gebiet Oberschwändi stammt von einem Wolf, wie die Untersuchung ergab.

«Heute Mittag hat mich unser Wildhüter darüber informiert, dass die Kotprobe von einem Wolf italienischer Herkunft stammt», erzählt Älpler Ruedi Krauer am Montagnachmittag im Gespräch. Ob es sich dabei um ein bereits identifiziertes oder ein hier noch unbekanntes Tier handelt, wusste er nicht. Üblicherweise dürfte dieses Ergebnis erst ein bis zwei Wochen später bekanntwerden. Entsprechend werde wohl auch erst in rund einem Monat Klarheit herrschen, ob der Wolf in der Oberschwändi derselbe ist, wie derjenige, der in Schübelbach ein Schaf riss.

Regierungsrat Sandro Patierno bestätigt auf Anfrage, dass das Ergebnis der Kot-Untersuchung gestern eingetroffen ist. Ebenfalls bestätigt er, dass die Probe von einem Wolf abstammt. Er verwies auf die heute Dienstag erscheinende Medienmitteilung mit weiteren Informationen.

«Er ist immer noch hier – nicht weitergezogen»

Ruedi Krauer ist erleichtert über das Ergebnis. «Es zeigt mir, dass ich mit meiner Vermutung von Beginn an richtig lag», so der Wangner. «Der Luchs war schon immer in unserem Gebiet. Der hat uns aber noch nie Tiere geraubt, im Gegensatz zum Wolf», erklärt er. Zudem hatten ihm verschiedene Personen die Sichtung des Wolfes in unterschiedlichen Regionen bestätigt.  Bis heute hat er ihn aber nie selber gesehen. «Am Samstagabend gegen 22.10 Uhr habe ich ihn jedoch unweit meiner Alphütte heulen gehört.» Das sei schon ein komisches Gefühl gewesen, wie er sagt. Mit Taschenlampe und Feldstecher bestückt, habe er versucht, ihn ausfindig zu machen. Vergebens. «Aber immerhin weiss ich jetzt, dass er immer noch hier ist und nicht weitergezogen ist.»

Silvia Gisler, Redaktion March24 und Höfe24
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