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Wollerau
17.12.2021
06.05.2022 15:38 Uhr

Mit dem Verkauf von Vignetten rumänischen Kindern helfen

Höfner Hilfe für Jassy (v. l.): Leonie Lenherr, Konrad Schenkel und Ursula Jäggi.
Höfner Hilfe für Jassy (v. l.): Leonie Lenherr, Konrad Schenkel und Ursula Jäggi. Bild: Anouk Arbenz
Die Wollerauer Autogarage ST Dynamics sponsert einen Franken pro Autobahnvignette an das Hilfswerk Höfner Hilfe für Jassy, das damit unter anderem Leuchtwesten und -streifen für Kinder nach Rumänien bringt

Die Höfner Hilfe für Jassy unter Ursula Jäggi, Konrad Schenkel und Leonie Lenherr wurde vor 30 Jahren als erstes Hilfswerk im Bezirk Höfe ins Leben gerufen. Ende 1989 wurden die schrecklichen Verhältnisse in Anstalten für Menschen mit einer Behinderung in Rumänien erstmals öffentlich. Seither widmen Jäggi, Schenkel und Lenherr ihre Zeit hauptsächlich der Verbesserung der Zustände in den Heimen. Es werden aber auch Schulen, Familien und alleinstehende Menschen mit Hilfsgütern versorgt. Nach dem Motto «Jeder Franken zählt» verkaufen die drei engagierten Samariter seit 2013 Autobahnvignetten zum Normalpreis in den drei Höfner Gemeinden. Je ein Franken pro Vignette geht ans Hilfswerk – gespendet vom Fordhändler ST Dynamics in Wollerau. Die Zusammenarbeit war vor acht Jahren mit Joe Niederberger von der Niederberger Garage entstanden und wird nun mit Sefik Dacic fortgeführt.

Für mehr Sicherheit im Verkehr

Seit Anfang Dezember und bis in den Januar hinein sind Jäggi, Schenkel und Lenherr jeden Tag in den Höfner Quartieren unterwegs, um die bestellten Vignetten vorbeizubringen. Dabei scheuen sie keine Mühen. Stand jetzt konnten bereits 850 Vignetten verkauft werden – das sind mehr als je zuvor. Es könnte also gut sein, dass im Januar die 1000er-Marke geknackt wird. 

Das Geld werde einerseits für die Hilfsgütertransporte verwendet, andererseits wolle man damit aber auch Leuchtwesten und -streifen für Kinder in Rumänien besorgen. Jeden Tag passieren auf Transitstrassen in Rumänien tragische Unfälle, weil Fussgänger nicht gut sichtbar und die Fahrzeuge zu schnell unterwegs sind. Solche Unfälle wollen die beiden Höfnerinnen und der Höfner in Zukunft verhindern. So kommt die Spende quasi im selben Bereich zum Tragen, in der sie gesammelt wurde: im Verkehr.

Hilfsgütertransporte schwierig

Die Hilfsgüter, welche die Höfner Hilfe für Jassy sammelt, werden grösseren Hilfswerken mitgegeben. Jedes Jahr unterstützt eine kleinere Gruppe die Verteilung vor Ort. Coronabedingt war eine Reise nach Rumänien aber schon länger nicht mehr möglich. Dennoch gehen die Projekte des Höfner Hilfswerks weiter. Ihr rumänischer Koordinator Andrei Savescu ist ihnen dabei eine grosse Hilfe.

Vignetten können via E-Mail an ursula.jaeggi@firebit.ch bestellt werden.

Anouk Arbenz, Redaktion March24 & Höfe24