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29.11.2021
30.11.2021 08:26 Uhr

Einbrecher sind auf dem Vormarsch – so schützt du dich

Jeden zweiten Tag wird irgendwo im Kanton Schwyz eingebrochen. Mit einer Aktion macht die Polizei darauf aufmerksam.
Jeden zweiten Tag wird irgendwo im Kanton Schwyz eingebrochen. Mit einer Aktion macht die Polizei darauf aufmerksam. Bild: Anouk Arbenz
Fälle von Einbrüchen häufen sich wieder in Ausserschwyz. Wie man sich schützt und richtig verhält, erklärt die Kantonspolizei Schwyz.

Die Pandemie hat den Einbrechern das Geschäft vermiest. Veranstaltungen gab es keine, zeitweise waren Bars und Restaurants sowie Freizeiteinrichtungen geschlossen, und tagsüber arbeitete man von zu Hause aus. Zudem wurden die Grenzen strenger kontrolliert oder waren ganz zu, was ausländische Diebe vom Land fernhielt. Seit dem Sommer sind die Grenzen wieder offen – und damit haben auch die Einbrüche zugenommen.

Ruhe bewahren und Tatort nicht betreten

Kürzlich berichtete eine Altendörfler Leserin, dass ein oder mehrere Diebe in ihrem Haus waren. Diese waren so kühn, dass sie noch vor der Dunkelheit von aussen in den oberen Stock kletterten. Sie stahlen Geld aus einem Kässeli, das für ihre dreimonatige Tochter bestimmt war. Auch im Nachbarhaus war die unbekannte Täterschaft. Nach der Alarmierung kam die Polizei zur Spurensicherung.

Leider werden Diebe selten geschnappt. Im letzten Jahr konnten nur 23 von 187 Einbruchfällen aufgeklärt werden, 2019 waren es 37 von 231 Fällen. Florian Grossmann, Kommunikationschef der Kantonspolizei Schwyz, erklärt: «Vielfach wollen Geschädigte sofort prüfen, welche Wertsachen oder Gegenstände entwendet worden sind. Das erschwert vielfach die Arbeit der Polizei, da möglicherweise wichtige Spuren verwischt werden.» Er rät deshalb dazu, unmittelbar nach dem festgestellten Einbruch zuerst die Polizei zu alarmieren. 

Vor allem in Altendorf, Pfäffikon und Wollerau

Jedes Jahr führt die Kantonspolizei Schwyz zusammen mit anderen Polizeikorps eine gezielte Aktion gegen Dämmerungseinbrüche durch (siehe Plakat oben). Denn: «Erfahrungsgemäss steigt die Zahl der Einbruchsdelikte, wenn die Dunkelheit früher einsetzt» erklärt Grossmann. Weiter würden bis Ende Februar 2022 in den Abendstunden verstärkt Polizisten in den Wohnquartieren Präsenz markieren und die Fahndung nach Straftätern intensivieren, heisst es. Vor allem in den Gemeinden Altendorf, Wollerau und Freienbach, denn ein Drittel aller Einbruchdiebstähle im Kanton Schwyz wird dort verübt. Grund dafür ist der schnelle Zugang zur Autobahn für die Flucht. «Auch erhoffen sich die Täter aufgrund der Wohnlage in diesen Regionen wertvolleres Deliktsgut», vermutet der Kommunikationschef.

Wie kann ich einen Einbruch möglichst verhindern? 

Die Kantonspolizei empfiehlt eine Kombination von Massnahmen: •

  • Haus- und Wohnungstüren immer abschliessen.
  • •Fenster-, Balkon- und Terrassentüren schliessen, auch gekippte Fensterflügel.
  • •Licht brennen lassen.
  • •Anwesenheit simulieren, zum Beispiel Licht, welches das Fernsehen simuliert, oder das sich in verschiedenen Zimmern an- und abschaltet.
  • •Bei längerer Abwesenheit Nachbarn informieren.
  • •Individuelle bauliche oder technische Schutzmassnahmen, welche den Einbrechern die Arbeit erschwert.
  • Hilfe holen: Die Kriminalprävention steht der Bevölkerung für eine kostenlose Einbruchschutzberatung zur Verfügung.
Anouk Arbenz, Redaktion March24 & Höfe24