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14.11.2021

Forschung und Entwicklung in der Schweiz überwiegend hausgemacht

Bild: zVg
Fünf von sechs Unternehmen, die in der Schweiz Forschung und Entwicklung (F+E) betreiben, sind unter inländischer Kontrolle.

Am zweitstärksten beteiligen sich ausländische Firmen hinsichtlich Ausgaben und Personal in der Sparte Forschung und Entwicklung, wo sie knapp ein Viertel der Kosten tragen und 28 Prozent des Personals stellen. Zahlenmässig sind ausländische Firmen dagegen in der Sparte Chemie und Pharma am stärksten vertreten: Knapp ein Viertel der Unternehmen, die in dieser Sparte in der Schweiz F+E betreiben, sind unter ausländischer Kontrolle.

Das geht aus einer am Freitag vom Bundesamt für Statistik publizierten Broschüre hervor. Diese schätzt erstmals die Bedeutung der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, die von Unternehmen, die Teil einer ausländischen multinationalen Unternehmensgruppe sind, in der Schweiz erbringen. Die Ergebnisse basieren auf den jüngsten Zahlen der BFS-Statistik "Forschung und Entwicklung der Privatunternehmen im Jahr 2019".

Hauptsächlich EU und USA

Die multinationalen Unternehmensgruppen, die in der Schweiz F+E betreiben, sind gemäss BFS hauptsächlich in Europa und den Vereinigten Staaten ansässig. Die F+E-Aufwendungen von nicht-schweizerischen Unternehmen verteilen sich auf 19 Prozent mit Sitz in Deutschland, 6 Prozent mit Sitz in Frankreich. 22 weitere Prozent kommen von Unternehmen aus anderen EU-Staaten und 31 Prozent von US-Unternehmen. Die Anteile an Personal sind in Unternehmen aus diesen vier Herkunftsregionen prozentual leicht höher.

Die Erhebung zeigt laut BFS "eine klare Dominanz der inländischen Unternehmen im Forschungsbereich". Die grössere Konzentration von ausländischen Unternehmen in der Sparte Technologie sei "möglicherweise ein Zeichen der Attraktivität gewisser Schweizer Cluster im Bereich der Mikrotechnik und Mikroelektronik sowie in neueren Bereichen wie der Blockchain-Technologie".

sda