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Galgenen
13.11.2021

Christbaum-Produktion ist durch Hagel beeinträchtigt

Ein Teil von Max Landolts Christbäumen wächst in seinem Garten in Galgenen.
Ein Teil von Max Landolts Christbäumen wächst in seinem Garten in Galgenen. Bild: Urs Attinger
Der Galgener Max Landolt verkauft seit Jahren Christbäume aus eigener Zucht. Heuer hat ihm der Hagel einen Strich durch die Rechnung gemacht. Etwa 400 seiner Bäume sind nicht mehr zu gebrauchen.

Bis im Juli war Max Landolt mit seinen Christbaumkulturen in Galgenen auf Kurs. Die Bäume hatten trotz Spätfrost um Ostern herum gesund ausgetrieben. Die Tannentrieblaus konnte durch spritzen mit Erfolg bekämpft werden.

Doch dann war da der berühmt-berüchtigte Hagelzug, der schon am Wald oberhalb Galgenen und Altendorf massiven Schaden angerichtet hatte (wir berichteten). Er zerstörte auch einen Teil von Max Landolts Christbaum-Plantage. «Zum Glück haben wir nicht alle Christbäume am selben Ort angepflanzt », resümiert Landolt den Schaden.«Andernfalls wäre es wohl noch schlimmergewesen.»

Zusammenarbeit zahlt sich aus

Etwa 400 Bäume am Galgenerberg seien vom Hagelschaden betroffen gewesen, erzählt Landolt. Die Nadeln seien grossteils abgefallen, auch die Rinde wurde in Mitleidenschaft gezogen. «Die Bäumchen waren ganz braun und erholten sich nicht mehr», so Landolt. Mittlerweile hat Landolt sie bereits geschnitten und auf den Asthaufen im Wald deponiert. «Zusammen mit den Ästen der Holzschläge im Wald geben die Christbäume nun noch etwas Brennholz», sagt der Christbaum-Produzent.

Einige Bäume aus anderen Parzellen hat Landolt noch in der Hinterhand. Und zum Glück hat er die Zusage eines Gommiswalder Christbaum-Produzenten, dass dieser heuer mehr Bäume liefert. Landolt hat als Ergänzung zu seinem Sortiment schon früher Christbäume aus Gommiswald bezogen. Diese Zusammenarbeit zahlt sich nun aus. «Es ist mir wichtig, dass die Bäume aus der Region kommen, dann weiss man, was man hat», sagt Landolt.

«Wir machten in der Vergangenheit auch den Einkauf von Setzlingen gemeinsam », so der 67-Jährige. So konnten sie die Gestehungskosten dafür tief halten. In Landolts Garten direkt hinter dem Haus in Galgenen stehen Rottannen, Blautannen und Nordmanntannen in Reih und Glied.

Frisch geschnitten – länger haltbar

Der Vorteil eines Schweizer Baumes liegt laut Max Landolt darin, dass er frisch geschnitten wird und deshalb länger haltbar ist. Ein Import-Baum werde unter Umständen bereits im Oktober geschnitten und eng verpackt, was zur Folge habe, dass er schneller dürr werde. Landolt schneidet seine Bäume erst kurz vor dem 2. Advent.

Für die nächsten Jahre müsse er noch überlegen, wie es mit dem Christbaumverkauf weitergehen könne. Walter Eberhard, mit welchem zusammen er die Christbaumkultur pflegt, und er seien beide schon fast 70 Jahre alt. «Wenn wir 80 Jahre alt sind, machen wir das sicher nicht mehr», lacht Landolt, «aber vielleicht noch zwei bis drei weitere Jahre».

Urs Attinger, Redaktion March24 & Höfe24