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Sport
05.11.2021

Raphael Paglia ist einer der weltbesten Racketspieler

Bronzemedaillengewinner Raphael Paglia bei vier Disziplinen im Einsatz: Squash, Tischtennis, Badminton und Tennis.
Bronzemedaillengewinner Raphael Paglia bei vier Disziplinen im Einsatz: Squash, Tischtennis, Badminton und Tennis. Bild: Raphael Paglia
An den Weltmeisterschaften in Langnau am Albis holt sich der Wangner trotz einer Verletzung die Bronzemedaille im Racketlon.

Jeder, der schon einmal in der Badi zuerst Tischtennis und dann mit seinen Kindern Badminton gespielt hat, hat bereits die Hälfte eines Racketlons absolviert. Dazu kommt noch ein Besuch im Squashcenter und auf dem Tennisplatz, dann sind die vier Disziplinen komplett.

«Spitzenspieler erreichen in den einzelnen Spezialdisziplinen NLA-/NLB-Stärke »

Doch all das hat wenig bis gar nichts mit einem wettkampfmässigen Racketlon zu tun. «Spitzenspieler erreichen in den einzelnen Spezialdisziplinen NLA-/NLB-Stärke », weiss Raphael Paglia. Das Spielniveau der weltbesten Racketlonspieler ist unheimlich hoch.

Er muss es wissen, denn kürzlich hat er zum fünften Mal an einer Weltmeisterschaft teilgenommen, zum ersten Mal in der Kategorie Ü45.

Verletzung kurz davor

Doch kurz vor dem Anlass passierte ein Malheur. Beim Joggen über das Nuoler Ried verspürte er plötzlich einen Schmerz in der Wade. Eine unangenehme Zerrung war die Folge.

Definitiv nicht optimal, um an einer Weltmeisterschaft zu starten. «Ich habe versucht, in dieser kurzen Zeit wieder auf die Beine zu kommen und gehofft, dass das Adrenalin am Wettkampf meine Schmerzen ausschaltet.» Das hat nur bedingt funktioniert. «Ich konnte am Wettkampf leider nur zirka 70 Prozent meiner Leistung abrufen», bedauert der Wangner. 

Bekannte Gesichter

In diesen Finalspielen musste er gegen einen Schweizer und einen Schweden mit Schweizer Pass antreten. Gute Bekannte, denn zusammen mit diesen beiden ist Paglia vor zwei Jahren mit der Schweizer Nationalmannschaft Ü40-Weltmeister geworden.

Wegen seiner verletzungsbedingten Einschränkung hatte Paglia in den Finalspielen keine Chance auf einen Spielgewinn, zu eingeschränkt war er beim Laufen. «Ob es ohne Verletzung zu einem Sieg gereicht hätte, kann ich nicht sagen», so der 46-Jährige. 

Enttäuscht und doch positiv

Trotz des dritten Ranges und damit der Bronzemedaille an einer Weltmeisterschaft ist der Fachmann aus der Finanzbranche enttäuscht, dass es nicht zu mehr gereicht hat.  

Dennoch zieht Paglia nach einem kurzen Nachdenken doch noch eine positive Bilanz: «Es war schön, nach all dieser Zeit die Leute wieder zu sehen und einen Wettkampf auszutragen.»

 In seiner Alterskategorie ist er einer der weltbesten Spieler. Schon heute freut er sich auf die nächste WM. Sie wird nächstes Jahr in Wien ausgetragen.

Franz Feldmann, Sportredaktion March24 & Höfe24