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Kanton
26.10.2021

Sechs Kulturschaffende ausgezeichnet

Der Galgener Bassist Pirmin Huber und die Schwyzer Dirigentin Graziella Contratto gehören zu den Ausgezeichneten.
Der Galgener Bassist Pirmin Huber und die Schwyzer Dirigentin Graziella Contratto gehören zu den Ausgezeichneten. Bild: zvg
Die Kulturkommission des Kantons Schwyz zeichnet sechs Kulturschaffende mit einem Werkbeitrag aus. Ihnen wird damit ermöglicht, sich während einer gewissen Zeit ihrem Schaffen zu widmen und ihre künstlerischen Kompetenzen zu vertiefen.

Die kantonale Kulturkommission hat auch dieses Jahr Werkbeiträge in den vier Sparten «Bildende Kunst», «Musik», «Kurzund Animationsfilm» sowie «Tanz und Theater» ausgeschrieben. Ziel der Vergabe von Werkbeiträgen ist die unmittelbare und personenbezogene Förderung. Mit den Beiträgen wird es Kulturschaffenden erleichtert, sich während einer gewissen Zeit ihrem Schaffen zu widmen. Die Werkbeiträge werden im Rahmen einer Feier am 30. November inSchwyz übergeben.

Graziella Contratto, Bern / früher Schwyz, 25 000 Fr.

Graziella Contratto (*1966) hinterliess in ihrer bisherigen Karriere als Dirigentin, Pianistin, Pädagogin, Dozentin und Kuratorin insbesondere in der Schweizer Musikszene vielfältige Spuren. Nachdem sie auch als Arrangeurin unter anderem von Liedern Arthur Schnabels in Erscheinung trat, ersucht sie für ein verwandtes Projekt um einen Werkbeitrag. Das Projekt beinhaltet auch eine CD-Produktion und Konzerte, welche aber nicht Gegenstand des Werkbeitrags sind. Die Jury ist der Meinung, dass sich auch arrivierte Kunstschaffende durch solche Projekte weiterentwickeln können.

Laurina Fässler, Luzern / früher Studen, 20 000 Fr.

Laurina Fässler (*1987) ist im Kanton Schwyz aufgewachsen und absolvierte die Hochschule für Design & Kunst in Luzern. Die Jury erkennt in der künstlerischen Arbeit von Laurina Fässler, insbesondere in der Weiterentwicklung ihrer Foto- und Laborarbeiten mit Cyanotypien, Lumenprints und C-Prints, ein unterstützenswertes Potenzial. Der Werkbeitrag wird insbesondere für die Entwicklung ihres eingereichten Projekts der C-Prints im Gemeinschaftslabor Binz und für die Weiterentwicklung der Lumenprints/Camera Obscura vergeben. Er soll helfen, ihre weitere künstlerische Arbeit zu vertiefen und entwickeln.

Pirmin Huber, Luzern / früher Galgenen, 20 000 Fr.

Pirmin Huber (*1987) ist ein herausragender Kontrabassist in der Schweizer Volksmusikszene, bewegt sich durch sein Jazz-Studium aber auch erfolgreich in anderen musikalischen Genres. Sein breites musikalisches Schaffen zeichnet sich durch eine grosse Vielfalt von urchiger Ländlermusik bis hin zu experimentellen, elektronischen Klängen aus. Mit dem eingereichten Projekt möchte er Literatur für den Kontrabass- Unterricht schaffen. Das Ziel ist es, groovige, intuitive Melodien zu schaffen, die Elemente der neuen Volksmusik enthalten und das Erlernen des Kontrabassspiels unterstützen.

Anna Wiget, Arlesheim / Schwyz, 20 000 Fr.

Anna Wiget (*1983) hat an verschiedenen Hochschulen im In- und Ausland bildende Kunst studiert; familiäre Wurzeln führten und führen die Künstlerin immer wieder in den Kanton Schwyz – so auch für das eingereichte Vorhaben. Im Zentrum des dreiteiligen Projekts «Charlottes Blurring» (I: Gravitational Fields; II: Parallel Disorder; III: Reconstruction by a Watchmaker) steht die Zeit, die zugleich alltäglich und unfassbar flüchtig erscheint. Die souveräne Kombination unterschiedlichster digitaler und analoger Medien, verknüpft mit anregenden philosophischen Fragen, vermochte die Jury zu überzeugen.

Laura Zehnder, Einsiedeln, 5000 Fr.

Die Company Diversarte wurde 2019 ins Leben gerufen und besteht aus den Tänzerinnen Martina Camenzind, Fabiana Salvati, Laura Zehnder (Projektnehmerin, *1993) sowie Carmen Schnüriger. Diversarte zeichnet sich über ihre gut strukturierte Organisation, Motivation und das kontinuierlicheEngagement der vier Tänzerinnen aus, wirkt dynamisch und frisch im Schaffen.Mit ihren Projekten präsentiert sich die Company regelmässig an unterschiedlichen Veranstaltungen und ermöglicht mit ihrem Tanzstil einem breiten Publikum den Zugang zur Sparte «Tanz».

Bettina Zumstein, Stäfa / früher Schwyz, 10 000 Fr.

Bettina Zumstein (*1985) ist im Kanton Schwyz aufgewachsen. Sie bildete sich nach der Maturität am Kollegium im In- und Ausland zur Bühnentänzerin aus. 2018 gründete sie ihre eigene Company, die sich aus freischaffenden Künstlerinnen und Künstlern zusammensetzt. Als Tanzschaffende ist Bettina Zumstein inzwischen in der Zentralschweizer Tanzszene als auch in der ganzen Deutschschweiz gut vernetzt. Nach einigen Soloarbeiten plant die Choreografin nun zum ersten Mal mit einer grösseren Formation die nächste Produktion «ERDE». Mit einer «Research» schafft sie sich Raum, um Inhalte, Bewegungsmaterial und Inputs zu Musik und Kostümen zu sammeln und um die Stückidee zu kreieren.

 

Redaktion March24 & Höfe24