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Siebnen
14.07.2021
14.07.2021 10:22 Uhr

Strafklage gegen illegalen Siebner Abbruch ist in Vorbereitung

Der illegale Abbruch der Häuser an der Adlerstrasse erhitzte die Gemüter.
Der illegale Abbruch der Häuser an der Adlerstrasse erhitzte die Gemüter. Bild: ff
Die Gemeinde Schübelbach schreitet gegen die Nacht- und Nebelaktion an der Adlerstrasse in Siebnen ein.

Die Bauherrschaft, die Mitte Mai an der Adler­strasse in Siebnen drei Häuser in einer Nacht- und Nebelaktion abbrechen liess, wird wohl kaum ungeschoren davonkommen. «Wir sind derzeit daran, die Fakten zusammenzutragen und eine umfangreiche Dokumentation der Abläufe und Ereignisse zusammenzustellen», bestätigte der Schübelbachner Gemeindeschreiber Martin Müller auf Anfrage unserer Zeitung. «Die Gemeinde muss eigentliche Ermittlungsarbeit leisten, um die Staatsanwaltschaft bestmöglichst dokumentieren zu können.»

«Wir von der Gemeinde werden auf jeden Fall gegen den illegalen Abbruch klagen.»
Martin Müller, Gemeindeschreiber Schübelbach

Noch ist offen, ob eine gemeinsame Strafanzeige von Gemeinde und dem kantonalen Amt für Kultur, sprich der kantonalen Denkmalpflege eingereicht wird. «Wir von der Gemeinde werden aber auf jeden Fall gegen den illegalen Abbruch klagen», so Müller weiter.

Baugesuch ist nicht sistiert

Ähnlich tönte es vor zwei Monaten auch von der kantonalen Denkmalpflege. «Das geht doch einfach nicht», liess sich damals die kantonale Denkmalpflegerin Monika Twerenbold in unserer Zeitung zitieren und verwies auf das laufende Verfahren, das auch auf kantonaler Ebene in die Wege geleitet worden ist.

Die Bauherrschaft, die den Abbruch vollzogen hat, soll nicht ungeschoren davonkommen. Bild: Franz Feldmann

Ball liegt beim Kanton

Das Baugesuch der WG Immobilien Invest AG, welche auf dem Gelände 21 Eigentumswohnungen erstellen will, ist aber derzeit nicht sistiert. «Unserer Ansicht nach müsste dies die Denkmalpflege, also der Kanton tun, weil gegen denkmalpflegerische Belange verstossen worden ist», so der Schübelbachner Gemeindeschreiber weiter. Der widerrechtliche Abbruch und die Einschätzung der Denkmalpflege im laufenden Baugesuchs­verfahren seien zwei unterschiedliche Paar Schuhe. Müller zieht den Vergleich bei: «Wenn jemand die Steuern nicht bezahlt, kann er sehr wohl ein Gesuch für den Bau eines Gartenhäuschens einreichen, das dann den normalen Verlauf nimmt.»

«Nicht einfach zur Tagesordnung übergehen»

Und Gemeindepräsident Othmar Büeler ergänzt: «Die Gemeinde Schübelbach wird alles Mögliche unternehmen, damit in diesem Fall nicht einfach zur Tagesordnung übergegangen wird.»

Stefan Grüter, Redaktion March24 & Höfe24