Home Region Sport Agenda In-/Ausland Magazin
Siebnen
19.05.2021
19.05.2021 11:21 Uhr

Verkürzung des Test-Prozesses von fünf auf drei Tage

Immer mehr Schüler lassen sich freiwillig auf das Coronavirus testen. In der Sek 1 March Siebnen konnten so sieben Erkrankungen ausgemacht werden.
Immer mehr Schüler lassen sich freiwillig auf das Coronavirus testen. In der Sek 1 March Siebnen konnten so sieben Erkrankungen ausgemacht werden. Bild: Daniel Koch
Laut Reto Jegher, Schulleiter der Sek 1 March Siebnen, werde das repetitive Testen an der Schule breit akzeptiert und das Handling funktioniere gut. Rund 230 Schülerinnen und Schüler lassen sich dort jeden Montag testen. Insgesamt seien bisher sieben positive Covid-19-Fälle entdeckt worden, davon sechs Schüler ohne Symptome.

Bisher wurde an der Sek 1 March Siebnen nach der Pilotphase dreimal getestet: am 19 und am 26. April sowie jetzt nach den Ferien am 17. Mai. Diese Woche wurden 36 Pools von 228 Schülerinnen und Schülern eingesandt, wovon zwei Pools positiv waren. Heute Mittwochmorgen mussten diese 20 Jugendlichen zum Einzeltest antraben. Im April waren zweimal 34 Pools eingereicht worden. 15 Schülerinnen und Schüler hätten sich auch testen lassen wollen, konnten jedoch nicht, weil sie sich in Quarantäne befanden, die Grippe hatten oder gerade die Schnupperlehre absolvierten.

Im April waren – alle Tests in diesem Monat zusammengezählt – sieben Schülerinnen und Schüler positiv und mussten sich isolieren. Sechs davon hätten keine Symptome gezeigt, wie Schulleiter Reto Jegher mitteilt. Jemand sei jedoch richtig krank gewesen, so dass eine Teilnahme am partiellen Unterricht mit den Daheimgebliebenen nicht möglich gewesen sei.

Diese Woche «spuckten» 228 von 357 Sekschülern ins Röhrchen. Somit liegt die Testquote bei der Sek 1 March in Siebnen zwischen 64 und 70 Prozent. «Diese Testquote ermöglicht ein repräsentatives Monitoring über potenzielle Covid-19-Zellen in den Klassen der Sekundarschule», ist Jegher überzeugt.

«Mit relativ wenig Aufwand für Lehrpersonen und Klassen kann die Übertragungskette gestoppt werden.»
Reto Jegher, Schulleiter Sek 1 March Siebnen

Positives Fazit des Schulleiters

Reto Jegher war der erste Schulleiter in Ausserschwyz, der sich für das Repetitive Testen begeistern konnte. Er ist mit dem bisherigen Verlauf des Massentestings sehr zufrieden: «Mit relativ wenig Aufwand für Lehrpersonen und Klassen können wöchentlich drei bis vier asymptomatische Jugendliche vom Schulbetrieb isoliert und damit die Übertragungskette gestoppt werden.» Während der ersten Woche habe es zwar länger gedauert, bis das Ergebnis aus dem Labor vorlag, da flächendeckend getestet wurde und der Postweg zu lange dauert. «Der neue Covid-Point in Reichenburg ermöglicht nun eine speditivere Abwicklung. Die Proben werden jeweils am Nachmittag von einem Kurier direkt ins Labor gebracht.»

Am Montag wird gespuckt und am Dienstag liegt bereits das Ergebnis vor. Bei einem positiv getesteten Pool müssen diese Schülerinnen und Schüler dann einzelnen getestet werden und dessen Eltern dann am Mittwoch über die Ergebnisse informiert. Das heisst, was vorher fünf Tage dauerte, ist jetzt in drei Tagen machbar.

Laut Jegher hätten sich einige Schüler, die sich zunächst nicht testen lassen wollten, mit der Zeit doch noch dafür entschieden. Vielleicht, weil für sie verschärfte Quarantäneregeln gelten, wenn ein Pool positiv ist.

Nicht alle Ausserschwyzer Schulen machen mit

Im Kanton Schwyz haben sich rund 20 Schulen für die Massentests entschieden. Neben den Sekundarschulen in der March und in den Höfen beteiligen sich in der March auch die Schule(n) aus Lachen, Innerthal und Reichenburg. In den Höfen sind alle Schulen von Freienbach, Wollerau und Feusisberg (vom Kindergarten bis zur sechsten Klasse) beim Kanton fürs Repetitive Testen angemeldet.

Bis nach den Ferien durften Eltern in Freienbach mitteilen, ob ihr Kind getestet werden darf. Altendorf, Vorderthal, Tuggen und Schübelbach machen nicht mit. Auch Galgenen wartet noch ab, wie Rektorin Barbara Meyer mitteilt. Wie es in Wangen mit dem Testen aussieht, war bis Redaktionsschluss nicht in Erfahrung zu bringen.

Anouk Arbenz, Redaktion March24 & Höfe24