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02.05.2021

Mega-Hype um Bubble Tea – auch in Einsiedeln

Für Bubble Tea stehen Teenies stundenlang an.
Für Bubble Tea stehen Teenies stundenlang an. Bild: pexels
Gefühlt die ganze Schweiz redet gerade über Bubble Tea. Was soll der Hype um das asiatische Getränk?

Wenn man durch die Stadt Zürich schlendert und vor allem Teenies mit Smartphones vor einem Laden anstehen sieht, dann ist klar: Hier gibt's Bubble Tea. Das Getränk erlebt gerade ein riesiges Comeback, denn bereits vor zehn Jahren gab es einen Hype um das taiwanische Getränk, welches auf der Basis von gesüsstem und grünem oder schwarzem Tee basiert.

Häufig wird dieses mit Milch und Fruchtsirup versetzt und wie ein Milchshake zubereitet. Den besonderen Kick verleihen die bunten Kügelchen aus Tapioka oder einer anderen Speisestärke mit einer flüssigen Füllung, die beim Zerbeissen platzen. Den Geschmacksvariationen sind keine Grenzen gesetzt und so kann es passieren, dass sich Gäste besonders zu Beginn etwas überfordert mit der Auswahl fühlen. Getrunken wird das Ganze mit einem grossen Strohhalm. 

Bunt, süss, mild, stark: Bubble Tea gibt es in unzähligen Variationen. Bild: jcomp

Bubble Tea aus Einsiedeln

Sechs Schüler der Stiftsschule Einsiedeln gründeten im Herbst 2020 das Mini-Unternehmen Level Up Bubble-Cup. «Wir wollten ein Produkt anbieten, das Exotik und Regionalität verbindet », sagt der Wollerauer Cyrill Sidler, Stiftsschüler und CEO von Level Up Bubble-Cup. Zusammen mit fünf Mitschülern gründete er das Start-up im Rahmen des Kursfachs «Entrepreneurship ». «Wir hatten gehofft, an einigen Einsiedler Anlässen einen Stand zu betreiben oder mit einer Bar zusammenarbeiten zu können», erzählt Cyrill Sidler. Nun sei der Webshop bubblecup.ch zum Hauptverkaufskanal geworden. «Wir lassen uns jedoch nicht unterkriegen, sondern nehmen es als Chance», ergänzt er.

Falschmeldungen killen den Hype

Der eine Grund für die Warnung waren die Kügelchen gepaart mit der Art, wie man den Tee trinkt: Mit einem Strohhalm. Dabei gäbe es eine potentielle Verschluckungsgefahr, warnten damals Ärzte. Auch Medien berichteten von Zwischenfällen nach dem Trinken von Bubble Tea. Dabei seien aber besonders Kinder betroffen und für Erwachsene gäbe es keine erhöhte Gefahr von Verschluckung und deshalb gab es später Entwarnung.

Den Todesstoss gab es aber 2012 von einer falschen Studie der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen. Die Forscher wollen in den Tapiokaperlen krebserregende Giftstoffe gefunden haben. Unter anderem Styrol und Acetophenon – Chemikalien, die als Rohstoffe bei der Herstellung von Kunststoffen dienen. Der Aufschrei nach dieser Studie war gross und binnen eines Jahres verschwanden fast alle Bubble Tea Geschäfte. Später stellten sich die Ergebnisse der Studie als falsch heraus.

Redaktion March24 & Höfe24