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29.04.2021

Linthkanal im Sommer für Motorschifffahrt gesperrt

Im letzten Juli und  August kam es auf dem Linthkanal immer wieder zu gefährlichen Situationen. Aus diesem Grund wird der Kanal im Sommer für die Motorschifffahrt gesperrt.
Im letzten Juli und August kam es auf dem Linthkanal immer wieder zu gefährlichen Situationen. Aus diesem Grund wird der Kanal im Sommer für die Motorschifffahrt gesperrt. Bild: ZVG / www.linth-boot.ch
An ihrer letzten Sitzung hat die Linthkommission entschieden, den Linthkanal aus Sicherheitsgründen temporär für die Motorschifffahrt zu sperren. Das Befahren mit Gummibooten ist weiterhin möglich.

Im vergangenen Jahr liessen sich gemäss einer Hochrechnung über 30'000 Personen auf einem Gummiboot oder sonstigen Schwimmkörper den Linthkanal hinabtreiben. Hinzu kommen die vielen Badegäste entlang des Kanals, die das Schwimmen in der Linth geniessen. Gemäss Verordnung über die Schifffahrt auf dem Linthkanal sind auch Motorbootfahrten zwischen Obersee und Walensee gestattet, allerdings nur in den Monaten März, April, Juli, August und September.

Mehr Sicherheit für alle

Diese intensive Nutzung des Linthkanals hat in der Vergangenheit vor allem während der Sommerferienzeit im Juli und August vermehrt zu heiklen Situationen geführt. Wie letztes Jahr erwartet die Linthkommission auch dieses Jahr einen grossen Besucherandrang am Linthkanal. 

Um die Sicherheit für alle Benutzer des Linthkanals zu erhöhen, hat die Linthkommission deshalb entschieden, Motorschifffahrten auf dem Linthkanal in diesem Jahr in den Monaten Juli und August zu verbieten. Sie folge damit der Empfehlung der zuständigen Sachverständigenkommission für die Schifffahrt auf dem Zürich- und Walensee.

Im September dieses Jahres sind Motorschifffahrten auf dem Linthkanal weiterhin möglich. Die Bewilligung dazu erteilt die Linthverwaltung unter www.linthwerk.ch/bewilligung.

Gezielte Informationen für Gummiboote

Die zunehmende Beliebtheit des Linthkanals für das Befahren mit Gummibooten und anderen Schwimmkörpern führt zu vollen Parkplätzen, Littering und einer Beeinträchtigung der Naturschutzgebiete. Insbesondere Weesen als Ausgangspunkt und Schmerikon als Zielort sowie das Naturschutzgebiet Hänggelgiessen in Schänis sind davon betroffen.

Um diese unerwünschten Nebenerscheinungen einzudämmen, hat die Linthverwaltung in Zusammenarbeit mit den Gemeinden Lenkungsmassnahmen und gezielte Informationen für die Besucher beschlossen. Diese Massnahmen beinhalten unter anderem ein Merkblatt, das über die wichtigsten Verhaltensregeln und die offiziellen Ein- und Ausstiegsstellen informiert. 

Das Merkblatt wird bei den Vermietern von Gummibooten, Tourismusbüros und Gemeinden breit gestreut sowie online publiziert. Zusätzlich werden die Ein- und Ausstiegsstellen sowie die Naturschutzgebiete mit Informationstafeln markiert.

Redaktion March & Höfe 24