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Kanton
12.03.2021

«Impftourismus» ist legal

Bild: pixabay/zvg
Dürfen sich auch ausserkantonale Einwohner im Spital Lachen gegen Covid-19 impfen lassen? Tatsächlich: Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) erlaubt das Impfen egal wo in der Schweiz.

Als die landesweite Impfaktion kurz vor Weihnachten begann, wurde vermehrt kommuniziert, dass man sich im eigenen Wohnkanton impfen lassen soll. Diese Information wurde auch im Kanton Schwyz kommuniziert. Wie die Homepage des Bundesamts für Gesundheit (BAG) aber klarstellt, steht es allen Schweizerinnen und Schweizern grundsätzlich frei, sich im Kanton seiner Wahl impfen zu lassen.

Das bestätigt auch die Kantonsapothekerin Regula Willi. «Verboten ist das nicht», sagt sie. Jedermann sei frei, sich dort impfen zu lassen, wo er oder sie wolle. Der Tarifvertrag des Bundes gelte in der ganzen Schweiz, «die Impfung ist somit unabhängig vom Wohnort oder vom Ort einer laufenden Behandlung» möglich.

Dieser Sachverhalt wurde aber bisher nicht an die grosse Glocke gehängt, zumal ja auch das BAG in enger Zusammenarbeit mit den Kantonen stets auf die Kantone verwies. Mit der schnell zunehmenden Menge an Impfstoffen könnte sich diesbezüglich nun ein gewisser Impftourismus anbahnen.

«Mindestens drei am selben Tag wie ich geimpft»

Ich durfte heute meine erste Impfung im Spital Lachen machen», schreibt ein Leser unserer Zeitung. «Die Organisation und Abwicklung war hervorragend», nimmt er vorweg. Was ihn aber gestört hat, war die Tatsache, dass im CoronaTestCenter (CTC) auch Personen von ausserhalb unseres Kantons eine Impfung erhalten haben. «Ich weiss von mindestens drei, die am selben Tag wie ich geimpft wurden.» Die Impfgäste waren offensichtlich Zürcher, und es soll noch etliche weitere geben, die fürs Impfen die Fahrt über die Kantonsgrenze machen.

Johanna Mächler, Redaktion March24 und Höfe24