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09.03.2021

Rund um die Uhr Beratung für Gewaltopfer

Häusliche Gewalt hat zugenommen. (Symbolbild)
Häusliche Gewalt hat zugenommen. (Symbolbild) Bild: toggenburg24/Web/freie Nutzung
Die Coronakrise hat gemäss Experten zu einem höheren Risiko für häusliche Gewalt geführt. Opfer von Gewalt sowie mitbetroffene Personen sollen daher bessere Hilfe bekommen. Der Ständerat hat gestern eine entsprechende Motion oppositionslos gutgeheissen.

Ständerätin Eva Herzog (SP/BS) verlangt im von allen zwölf Ständerätinnen unterzeichneten Vorstoss ein schweizweites professionelles Beratungsangebot. Dieses soll Opfern von Gewalt und mitbetroffenen Personen während 24 Stunden an sieben Tagen telefonisch und online zur Verfügung stehen. Die aktuellen Angebote deckten den Bedarf nach Hilfe nur zu bestimmten Zeiten, obwohl ein beträchtlicher Teil der Betroffenen ausserhalb der Bürozeiten Beratung suche, machte Herzog geltend. Sie stützte sich auf die Istanbul-Konvention, dem Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt.

Der Bundesrat ist einverstanden damit, das Angebot zu verbessern. Die Zuständigkeit für die Errichtung eines solchen Beratungsangebots liege jedoch bei den Kantonen. Wenn diese ein Angebot aufbauen wollten, sei der Bundesrat bereit, eine koordinierende Rolle zu übernehmen.

sda