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Lifestyle
11.10.2020

Gedanken zum Umziehen

Bild: Pixabay/zvg
Redaktor Daniel Koch kommt in seiner Kolumne auf die Vor- und Nachteile eines Umzugs zu sprechen.

So eine Entschlackungskur ist was Feines, wohltuend für Körper und Geist. Gemeint ist nicht jene, die mit Verzicht auf lukullische Genüsse einhergeht, sondern jene, die ihren Abschluss auf dem Entsorgungshof findet. Ballast loszuwerden – egal ob beim ZAM oder bei Landolt – kann Glücksgefühle auslösen. Sich von Überflüssigem und Sinnlosem zu trennen, wirkt befreiend.

Anlass zu solchem Tun ist stets der Umzug, jener Event, der vielen ein Graus ist, weil im Keller und auf dem Dachbodenbereits viel zu viel Unnützes Raum ergriffen hat. Zügelt man trotzdem, wird sich die Erkenntnis, dass der Besitz von Muffinblech und Waffeleisen reinesResultat schlauer Marketingstrategien ist, schnell Bahn brechen.

Wenn man sich dem modernen Nomadentum verschrieben hat und den ganzen Krempel innerhalb von zwei Jahren dreimal erneut einpacken muss, sollte man zum Besitz ein pragmatisches Verhältnis aufbauen. So wird mit jedem Umzug das Organisatorische leichter, die Dimension des Möbelwagens kleiner. Der Wandernde und Rastlose verbucht zumindest in dieser Hinsicht Vorteile.

Auch wenn dem Leben mittels Umzug neuer Schwung verliehen werden soll,kann sich laut Soziologen ein gewisses Einsamkeitsgefühl breitmachen. Und hierwären wir wieder beim Marketing. So haben Forscher herausgefunden, dass Personen, die häufig umziehen, den sogenannten Bekanntheitseffekt zeigen. Will heissen, dass sie am neuen Ort die bekannten Ladenketten bevorzugen, da diese Vertrautheit verströmen.

Sich aus Ängstlichkeit dem Altbekannten zuzuwenden, birgt für den Nomaden allerdings auch Gefahren. Vor allem dann, wenn ausgerechnet Muffinblech und Waffeleisen in Aktion sein sollten.

Daniel Koch, Redaktion March24/Höfe24