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15.05.2022

Mitte verliert in Glarus

Die SVP ist die Gewinnerin der Landratswahlen im Kanton Glarus. Sie legte um zwei Sitze zu und bildet nun die stärkste Fraktion im Kantonsparlament. (Archivbild)
Die SVP ist die Gewinnerin der Landratswahlen im Kanton Glarus. Sie legte um zwei Sitze zu und bildet nun die stärkste Fraktion im Kantonsparlament. (Archivbild) Bild: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER
Kantonale Wahlen GL – Die Mitte hat bei den Landratswahlen am Sonntag in Glarus zwei Sitze zugunsten der SVP verloren. Auch die Grünliberalen verloren. Von deren zwei Sitzen in Glarus Nord ging einer an die Grünen.

Aufgrund der Verteilung der Wohnbevölkerung verschoben sich die 60 Landratssitze zwischen den drei Wahlkreisen. Glarus Nord gewann einen Sitz zugunsten von Glarus. Glarus Süd behielt seine Sitze unverändert bei.

Den Kampf um den neuen Sitz in Glarus Nord entschied die SVP für sich. Und auch im Süden konnte die Fraktion zulegen. Die Partei gehört damit zur Gewinnerin im Glarnerland und besetzt neu 18, statt wie bisher 16 Sitze im Landrat. Die Volkspartei bildet neu die grösste Fraktion im Kantonsparlament.

Zurückgedrängt hat sie damit die gemeinsame Fraktion von Mitte und GLP. Mit insgesamt drei Verlusten hält sie für die nächste Legislatur noch 15 Sitze.

Die Grünen legten im Norden um einen Sitz zu und halten somit 8 Sitze im Landrat. Unverändert bleibt die Sitzverteilung bei der SP (8 Sitze) und der FDP (11 Sitze). Auch die Anzahl Frauen im Parlament veränderte sich mit 15 nicht.

Wenig Kompetenzen

Im Unterschied zu den meisten anderen Legislativen kommt dem Glarner Landrat keine selbstständige Gesetzgebungskompetenz zu. Dafür hat der Kanton Glarus die Landsgemeinde.

Mit 400 Kandidaturen für die 60 Parlamentssitze büsste der Landrat jedoch wenig Attraktivität aufgrund der geringen Kompetenzen ein. Ebenso fanden sich viele Junge auf den Wahllisten.

Keystone-SDA