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03.05.2022

Die Welt der kleinen Laster erkunden

Martin und Patrick Dürst (links) sowie Richi und Luca Vogt (rechts) mit ihren Lkw- und Bagger-Modellen.
Martin und Patrick Dürst (links) sowie Richi und Luca Vogt (rechts) mit ihren Lkw- und Bagger-Modellen. Bild: Urs Attinger
Im Verein Mini Trucker March sind Liebhaber von Modell-Fahrzeugen zusammengeschlossen. Bald ist ein Schaufahren.

Im Vereinslokal von Mini Trucker March taucht man in eine ganz eigene Welt ein. Obwohl die Trucks und Bagger exakte Modelle im Massstab 1:14 der Wirklichkeit sind, ist alles anders. Es ist, als würde man aus weiter Entfernung auf die Strassen, Tunnel und Brücken schauen, über welche die Trucks rollen.

Ein Peterbilt Truck hat «Baumstämme» geladen, ein Goldhofer Tieflader transportiert einen Bagger und ein Scania Lastwagen kommt mit einem Kippauflieger daher. Hier lädt ein Bagger einen Lastwagen voll und dort kippt gerade einer seine Ladung in das «Kieswerk», eine Sortieranlage für verschiedene Kiesgrössen.

Berufschauffeure fahren Minitrucks

Die Protagonisten dieser Übungen sind Martin Dürst aus Reichenburg mit seinem Sohn Patrick und Richi Vogt aus Wangen mit seinem Sohn Luca. Erster ist Präsident, zweiter Vizepräsident des Vereins. Seit 2008 gibt es die Mini Trucker March bereits, Dürst ist Gründungsmitglied. Der Verein zählt insgesamt 15 Mitglieder, davon sind zwei Frauen.  

Fast alle Vereinsmitglieder seien Chauffeure, weiss Vogt. Damit ist klar: Diese Berufsfahrer sind mit so viel Engagement in ihrem Beruf daheim, dass sie auch in ihrer Freizeit nicht anders können, als Gefährte über hohe Brücken und um schmale Kurven zu lotsen.

Teile aus dem 3D-Drucker

Die Modelle sind mit viel Liebe zum Detail gestaltet. So hat Vogt für seinen orangen Scania  Lkw extra ein Autolackierwerk mit dem Spritzen der Farbe beauftragt. Auf die Grundfarbe hat er einen Adler in Airbrush-Technik auftragen lassen und vor dem Lastwagen hängt ein «Kuhfänger», ein Import aus Italien. Für all das hat er wiederum einige Hundert Franken bezahlt. Der ganze Lastwagen mit Fernsteuerung habe ihn rund 5000 Franken gekostet. 

Dürst besitzt mit seinem Sohn und seiner Frau zusammen acht verschiedene Aufleger, die an seinen ebenfalls orangen Peterbilt Truck passen. So kann er Kies, einen Bagger oder Holz laden. «Meist sind es Bausätze, die gekauft werden. Wir machen aber auch viel selber», schildert Dürst sein Hobby. Immer mehr Bauteile kämen aus dem 3D-Drucker, was den Prozess vereinfachen könne. Kostspielig bleibe das Hobby dennoch.

Urs Attinger, Redaktion March24 & Höfe24