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Kanton
02.05.2022
02.05.2022 16:34 Uhr

Situationsbericht zeigt starke Zunahme der Wolfspopulation

In diesem Jahr wurden bereits 17 Wolfssichtungen gemeldet, so Manuel Wyss vom Amt für Wald und Natur.
In diesem Jahr wurden bereits 17 Wolfssichtungen gemeldet, so Manuel Wyss vom Amt für Wald und Natur. Bild: rewildingbritain.org.uk
In den letzten 30 Jahren hat sich die Präsenz des Wolfes schweizweit verstärkt. Seit 2015 wird sogar eine exponentielle Steigerung verzeichnet.

Vier getötete Nutztiere am Ostersonntag in Weesen, einer St. Galler Gemeinde unweit der Grenze zum Kanton Schwyz. Noch eine Woche zuvor ein gesichteter Wolf in der Nähe von Bennau auf Zuger Kantonsgebiet ebenso wie die Meldung über ein gerissenes Reh im Gebiet Steinbach in Euthal. Die Meldungen darüber, wo der Wolf herumschleicht und sein Unwesen treibt, häufen sich.

Wolfspopulation seit 1990er-Jahre kontinuierlich zugenommen

Der Wolfs-Situationsbericht 2021 zeigt in einer Tabelle, wie die Population des Raubtieres gesamtschweizerisch seit den 1990er Jahren kontinuierlich zugenommen hat. Wo 1994 die Zahl des Wolfbestandes noch auf Null stand, ist sie in weniger als 30 Jahren auf 148 gestiegen. Seit 2015 würde sogar eine exponentielle Steigerung verzeichnet.

18 gemeldete Wolfssichtungen 2021

Laut der Medienmitteilung gingen beim Kanton im vergangenen Jahr 18 Meldungen über vermutete Wolfssichtungen ein. Davon habe die Hälfte mit Hilfe von DNA-Proben bestätigt werden können. 2022 seien bereits 17 Meldungen über gesichtete Wölfe eingegangen, sagte Manuel Wyss vom Amt für Wald und Natur gegenüber dem «March-Anzeiger». 

Je nachdem, ob es einen Riss gegeben hat oder lediglich eine Sichtung vermutet wird, bedient man sich anderer DNA-Spuren: So liefert Kot Informationen, ebenso wie der Speichel bei gerissenen Tieren. Verlässliche Nachweise liefern auch Fotofallen- und Videoaufnahmen. Spuren im Schnee können auf einen Wolf hindeuten.

Fünf Mal Bevölkerung informiert

Der Kanton informierte die Bevölkerung im vergangenen Jahr mit insgesamt fünf Medienmitteilungen über die Präsenz des Tieres im Kanton. So wurde am 11. Mai auf einen «vermutlichen Wolfsriss» im Gebiet Spitz in Vorderthal hingewiesen. Ein Schaf wurde getötet. Die Meldung über eine «vermutliche Sichtung» im Gebiet Stollen in Altendorf ging knapp eine Woche später ein. Tags darauf folgte die Meldung  über einen Verkehrsunfall auf der Autobahn A3 in Wollerau, bei dem ein junger Wolfsrüde zu Tode kam. Dies, nachdem das Tier mit einem Fahrzeug kollidierte.

Weitere zwei Medienmitteilungen informierten über die Situation des Wolfes im Kanton Schwyz und das DNA-Ergebnis des auf der Autobahn bei Wollerau getöteten Tieres.

Redaktion March24 & Höfe24