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Galgenen
09.04.2022
08.04.2022 10:41 Uhr

Wie an abgelegenen Orten Feuer löschen?

Der brennende Stall im Gfell in Galgenen beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte
Der brennende Stall im Gfell in Galgenen beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte Bild: zvg
Vergangene Woche brannten in der March gleich zwei Ställe. Die Feuerwehren von Ausserschwyz müssen auch an abgelegenen Orten Brände löschen. Oftmals fehlt dabei die unverzichtbare Löschwasserversorgung.

Das jüngste Beispiel aus dem Gfell in Galgenen zeigt es: Die Feuerwehren von Ausserschwyz sind auch bei garstigsten Bedingungen an den abgelegensten Orten einsatzbereit. So gelang es den Einsatzleuten der Feuerwehren Galgenen, Vorderthal und Innerthal bis zum brennenden Stall im Gfell vorzudringen und den Brand zu löschen. Bei der Ermittlung zur Brandursache steht eine technische Ursache im Vordergund, auch beim Brand in Vorderthal (wir berichteten).

Erschwerte Anfahrt

Aufgrund der abgelegenen Lage war die Anfahrt zum Brandort Gfell in Galgenen schwierig. Laut dem Kommandanten der Feuerwehr Galgenen, Reto Landolt, wurde die Zufahrt zum brennenden Stall nach einer ersten Standortbestimmung im Verlauf des Einsatzes angepasst. Dann wurde entschieden, von der oberen Strasse zum Gebäude zu gelangen. Auch die Wetterbedingungen am Sonntagabend waren nicht ideal. Obwohl die Strasse mit Schnee bedeckt war, erreichten alle Feuerwehrfahrzeuge den Einsatzort und wurden zum Löschen eingesetzt, erklärt Reto Landolt auf Anfrage.

Das Problem mit den Hydranten

Die Wasserversorgung im Gfell war jedoch eine Herausforderung, wie Landolt festhält. Da die Liegenschaft lediglich über ein privates Wasserreservoir verfügt, war keine ausreichende Löschwasserversorgung vorhanden. «Vom Hydranten in Vorderthal musste dann über die Staldenstrasse eine Wasserleitung von 800 Metern Länge zum Stall gezogen werden», so der Kommandant der Feuerwehr Galgenen. Zusätzlich wurden Löschfahrzeuge beim Korporationsgebäude platziert, da man sie an diesem Standort weiterhin gut wenden konnte. «Wir installierten die Löschwasserbecken und zogen eine weitere Wasserleitung von 450 Metern bis zum Gfell.» Glücklicherweise hatte man dieses Vorgehen bereits vor einigen Jahren bei einer Übung nachgestellt und konnte das Gelernte nun im Ernstfall anwenden.

Reto Landolt betont, dass das Löschen eines Brandes an vielen abgelegenen Orten in Ausserschwyz oftmals eine Herausforderung sei, da die Löschwasserversorgung nicht ausreichend gewährleistet sei. «Die Umsetzung der Lösungsansätze für diese Situationen braucht natürlich immer etwas Zeit», stellt der Kommandant klar. Danach würden die Löscheinsätze jedoch problemlos funktionieren.

Mia Jule Hähni, Redaktion March24 und Höfe24