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02.04.2022

Velobrücke an der H8 geplant

Fussgänger und Velofahrer sollen dereinst an der H8 zwischen dem Chaltenbodenrank und Biberbrugg auf dieser neuen Brücke geführt werden und auch die Landschaft geniessen.
Fussgänger und Velofahrer sollen dereinst an der H8 zwischen dem Chaltenbodenrank und Biberbrugg auf dieser neuen Brücke geführt werden und auch die Landschaft geniessen. Bild: zvg/ Bänziger Partner
Zwischen dem Chaltenbodenrank in Schindellegi und Biberbrugg soll dereinst eine Fussgänger- und Velofahrerbrücke erstellt werden. Das Projekt ist ausgewählt. Der Weg bis zur Realisierung ist aber noch lang.

Es dürfte wohl eines der gefährlichsten Strassenstücke für Velofahrer im Kanton Schwyz sein: der Abschnitt Chaltenbodenrank bei Schindellegi bis Biberbrugg. Entlang dieser Doppelspurstrecke mit einer erlaubten Höchstgeschwindigkeit für den motorisierten Verkehr von 80 Stundenkilometern führt lediglich ein schmaler Radstreifen. Und Erhebungen ergaben, dass die Strecke täglich von durchschnittlich 330 Velofahrern benützt wird, in Spitzenzeiten gar von 600. Dies neben durchschnittlich 24'000 Autos und Lastwagen.

Als «nicht mehr zeitgemäss» bezeichnete Baudirektor André Rüegsegger diese Verkehrssituation, und verschiedentlich sind diesbezüglich auch parlamentarische Vorstösse eingereicht worden. Es handle sich hier um ein «Nadelöhr» auf der kantonalen Verbindungsstrasse.

13 Millionen Franken dürfte die Fussgänger- und Velofahrerbrücke zwischen dem Chaltenbodenrank und Biberbrugg gemäss jetzigen Schätzungen kosten. Bild: zvg/ Bänziger Partner

Landschaftsschutz wichtig

Während der Coronapandemie hat das Schwyzer Baudepartement nun die Behebung dieses Engpasses an die Hand genommen und einen Projektwettbewerb ausgeschrieben. «Vorgängig sind verschiedene Varianten geprüft und verworfen worden», erklärte Kantonsingenieur Daniel Kassubek, «so eine Kombination mit dem ebenfalls geplanten Doppelspurausbau der Südostbahn oder eine Variante auf der bergseitigen Stützmauer oder gar die Aufhebung einer der vier jetzt vorhandenen Fahrspuren.»

Das Siegerprojekt besteht aus drei Brücken unterschiedlicher Länge mit einer schlichten Stahlkonstruktion. Es wurde darauf geachtet, dass die Landschaft nicht noch mehr durchschnitten wird.  Nächster Schritt ist die Erarbeitung eines genehmigungsfähigen Bauprojekts samt Ausgabenbewilligung durch den Kantonsrat. Verläuft die Planungsphase optimal, ist mit einem Baubeginn ab 2024/25 zu rechnen. Die Kosten dürften sich auf plus/minus 13 Millionen Franken belaufen für den einen Kilometer langen Fussgänger- und Radfahrerweg.

Stefan Grüter, Redaktion March24 & Höfe24