Home Region Sport Agenda In-/Ausland Magazin
Kanton
28.03.2022
28.03.2022 11:37 Uhr

Unaufmerksamkeit und Ablenkung Hauptursache von Unfällen im Kanton

Die Schwyzer Kriminalpolizei mit Regierungsrat Herbert Huwiler (v.l.): Armin Ulrich, Franz Bachmann, Damian Meier und ganz rechts Pressechef Florian Grossmann.
Die Schwyzer Kriminalpolizei mit Regierungsrat Herbert Huwiler (v.l.): Armin Ulrich, Franz Bachmann, Damian Meier und ganz rechts Pressechef Florian Grossmann. Bild: zvg
An der heutigen Pressekonferenz zog die Kriminalpolizei Kanton Schwyz ihr Fazit zu den Unfällen und Verbrechen im Kanton Schwyz im vergangenen Jahr.

Nachdem Regierungsrat Herbert Huwiler, Vorsteher des Sicherheitsdepartements, ein paar Worte an die Medien gerichtet hatte, präsentierten Franz Bachmann, Chef der Kriminalpolizei, und Kommandant Damian Meier ihr Fazit. Es habe viel zu tun gegeben im letzten Jahr. «Notrufe und Einsätze nahmen deutlich zu. Auch die Corona-Pandemie beschäftigte die Kantonspolizei Schwyz. Die vielen Einsätze und Kontrollen stellten eine besondere Herausforderung dar», hiess es an der Medienkonferenz.

Unfallzahlen gehen weiter zurück

Bei den Verkehrsunfällen zeige sich, dass die Zahl weiterhin zurückgehe, berichtete Meier. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 740 Unfälle registriert. Auch der Anteil von Unfällen mit Körperverletzung oder tödlichen Folgen ging zurück. So liessen vier Personen auf Schwyzer Strassen ihr Leben, sechs weniger als im Vorjahr. Hauptursache der Unfälle seien Unaufmerksamkeit und Ablenkung. Zweithäufigste Unfallursache ist das Nichtanpassen der Geschwindigkeit an die Verhältnisse.

Der schweizweite Trend bei den E-Bike-Unfällen zeige sich im Kanton Schwyz nicht, hier sei das Niveau tiefer. So stürzten im vergangenen Jahr 17 E-Bike-Fahrer. Allgemein seien Velo-Unfälle zurückgegangen (von 58 auf 36).

Viele Fragezeichen bei der Cyberkriminalität

Der Bericht von Franz Bachmann, dem Chef der Kriminalpolizei Kanton Schwyz, widmete sich dem Thema der Cyberkriminalität. Weil viele Firmen einen Reputationsschaden befürchten, sei die Dunkelziffer der Opfer vermutlich gross. Das sei ein grosses Problem. Fokus werde deshalb sein, die Dunkelfelder zu erkennen und die präventive Arbeit voranzutreiben.

Was man klar sagen könne, ist, dass es zwar wenige Fälle sind, der Schaden dort aber immens sei. 

Zweitsicherster Kanton schweizweit

 Die Anzahl der Straftaten im Kanton Schwyz sank um 11.8 Prozent und liege erstmals seit über zehn Jahren unter 5'000. Im schweizweiten Vergleich ist der Kanton Schwyz bei den Verstössen gegen das Strafgesetzbuch der zweitsicherste Kanton. Bei den Delikten gegen Leib und Leben mussten 203 Delikte (2020: 237) verzeichnet werden, was einer Abnahme um 14.3 Prozent entspreche. Die Aufklärungsquote liege bei 91.6 Prozent (2020: 93.2%). 

Mehr Pornografie

Die sinkende Tendenz bei der Häuslichen Gewalt setze sich weiter fort, jedoch sei eine Zunahme der Anzahl Übergriffe im Bereich der sexuellen Integrität um 7 auf 95 Delikte (+ 8.0%) zu verzeichnen. Pornografie sei um 19 Prozent auf 50 Straftaten gestiegen. 

«Leider haben Gewalt- und Drohung sowie die Hinderung einer Amtshandlung oder die Störung des Polizeidienstes im vergangenen Jahr zugenommen», berichtete Bachmann weiter.

 

 

Anouk Arbenz, Redaktion March24 & Höfe24