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28.03.2022
28.03.2022 11:03 Uhr

Brände, Trockenheit und Saharastaub im März – was ist nur los?

Flammen des Waldbrandes oberhalb von Verdasio im Centovalli-Tal am 25. März.
Flammen des Waldbrandes oberhalb von Verdasio im Centovalli-Tal am 25. März. Bild: Keystone/Samuel Golay
Die Messstationen für die Bezirke March und Höfe verzeichnen so geringe Niederschlagsmengen wie noch nie seit Messbeginn vor 139 Jahren.

Saharastaub und Sonnenschein statt Regen – das Märzwetter zeigte sich schweizweit von seiner schönen Seite. Überhaupt präsentierten sich die vergangenen Wochen so trocken wie noch nie seit Messbeginn. Selbst in Lachen, wo die Messstation von Meteo Schweiz seit 1883 die Niederschläge misst, wurden noch nie so tiefe Werte verzeichnet: Bis anhin hat es in dieser Märchler Gemeinde nur 1,3 Millimeter geregnet.

In Reichenburg brannte es am Wochenende im Dachbereich eines Hauses. Bild: kaposz

Auch im Innerthal wenig Regen

Noch bemerkenswerter sind allerdings die geringen Werte von lediglich 0,9 Millimeter in Innerthal. Der jahrelange Vergleich zeigt, dass die Niederschlagsmengen dort normalerweise deutlich grösser sind als in Lachen und Siebnen. Vergleicht man die Protokolle vom letzten Jahr, so sieht man: per 28. März 2021 hatte es während 14 Regentagen insgesamt 117,8 Millimeter geregnet. Das heisst, dass es die Hälfte des Monats März geregnet hatte. Dieses Jahr zeigt das Protokoll bis anhin nur einen Regentag.

Auch in Siebnen brannte ein Dachgeschoss. Bild: kaposz

Kommt der Regen doch noch?

Die wenigen Regentage sind laut Meteo Schweiz auf ein Hochdruckgebiet über Mitteleuropa, welches sich Ende Februar gebildet hatte, zurückzuführen – und bekanntlich bringen Hochdruckgebiete meistens gutes Wetter. Die Folgen der Trockenheit beschäftigen jedoch zunehmend die Feuerwehren. Seit Freitag hat es an mindestens fünf Orten in der Schweiz gebrannt. Auch in Ausserschwyz machten diesen Monat mehrere Brände auf sich aufmerksam.

Das Niederschlagsdefizit der Wintermonate hat zudem Auswirkungen auf die wärmere Jahreszeit: Mit den tiefen Schneehöhen wird ein beträchtlicher Teil des Schmelzwassers fehlen. Die Wetterprognosen sagen spätestens ab Mittwoch wieder nasse Stunden an. Regen für den Bodenspeicher wäre sehr erwünscht.

Erika Unternährer, Redaktion March24 und Höfe24