Home Region Sport Agenda In-/Ausland Magazin
Digital
13.02.2022
06.05.2022 15:38 Uhr

App mischt Partyszene auf

Die Ideen gehen ihnen nicht aus: Nachdem sie ihre App auf den Markt gebracht haben, suchen Leonardo Reinhard (links) und Sven Affeltranger derzeit Geld für eine neue Aktiengesellschaft.
Die Ideen gehen ihnen nicht aus: Nachdem sie ihre App auf den Markt gebracht haben, suchen Leonardo Reinhard (links) und Sven Affeltranger derzeit Geld für eine neue Aktiengesellschaft. Bild: Jérôme Stern
Der Schmerkner Sven Affeltranger und Leonardo Reinhard aus Küsnacht haben die App «InClub» entwickelt, über welche Partygänger die ihnen zusagende Veranstaltung finden. Zugleich erhalten Organisatoren damit neue Möglichkeiten.

Die Aura des Erfolgs sieht man ihren strahlenden Gesichtern an. Kein Wunder, denn seit Sven Affeltranger aus Schmerikon und Leonardo Reinhard aus Küsnacht ihre App «InClub» im April des letzten Jahres auf den Markt brachten, haben sie schon 15'000 Nutzerinnen und Nutzer gefunden.

In einem Café in Rapperswil erklären sie, wie ihre Entwicklung einen derart erfolgreichen Start hinlegen konnte. «Mit unserer App können Privatpersonen ihren Anlass innerhalb der Community ankündigen», sagt Reinhard. «Durch verschiedene Filter wie etwa Alter, Geschlecht oder Musikgeschmack findet die App die passenden Gäste für den jeweiligen Event.» Diese Suche läuft beiderseits. Gäste können auf der App schauen, welche Partys in ihrer Nähe stattfinden und den Veranstalter kontaktieren.

Gewohntes Umfeld erweitern

Nachhaltig soll ihre App sein, deshalb wird auf kurze Distanzen zwischen Event und Besucher geachtet. Zudem werden Gäste ermutigt, sich am Organisieren von Esswaren und Getränken zu beteiligen und beispielsweise Snacks oder Bier mitzubringen.

Auf die Idee gekommen sind Affeltranger und Reinhard aus eigener Erfahrung. Im März des letzten Jahres weilten sie für Surf-Ferien in Costa Rica. «An den Abenden gingen wir immer an den Strand. Dabei fiel uns auf, wie lokale Partyorganisatoren mühsam versuchten, Touristen an ihre privaten Events einzuladen», erinnert sich Affeltranger. Und auch Feriengäste seien auf der Suche nach dem richtigen Anlass gewesen.

Zurück in der Schweiz erkannten sie hier dasselbe Problem. Zum Beispiel, dass Veranstalter von privaten Grillfesten durchaus offen für neue Gäste wären. «Viele in unserer Generation freuen sich, neue Leute kennenzulernen, und sind bereit, ihr gewohntes Umfeld zu erweitern.» Genau in diese Bresche springe ihre App, sagen beide unisono. 

Nicht nur für Partys

Auch einige professionelle Veranstalter und Clubs sind auf der Plattform. Der Fokus liegt jedoch auf private Nutzer. Neben Partys seien se länger je mehr auch Aktivitäten wie Sportveranstaltungen oder Spielabende wichtig. Ein anderes Beispiel seien Lernveranstaltungen für Studenten.

Jérôme Stern, freier Mitarbeiter