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Digital
12.02.2022
06.02.2022 17:39 Uhr

5 einfache Tipps für mehr Cyber-Sicherheit

Bild: PD
2022 ist noch jung und bereits sind auch in der Schweiz wieder einige grosse Ransomware-Attacken bekannt geworden. Ein Cybersecurity-Experte der des Telkom-Unternehmens Cisco verrät fünf Tipps zum Schutz vor Ramsomware.

Eine Ransomware-Attacke geht langsam vonstatten: Wochen und sogar Monate zuvor schleichen sich Hacker ins System, um Informationen zu sammeln, sie bewegen sich unentdeckt im Netzwerk.

Roman Stefanov, Cybersecurity-Verantwortlicher von Cisco, verrät fünf Tipps, wie du deine digitalen Daten schützen kannst.

Tipp 1 - Bleiben Sie wachsam und bedächtig

Pop-ups sind keine Freunde. Links können auf eine gefälschte Seite führen. Anhänge können ein falsches Versprechen sein und den digitalen Kriminellen Eintritt ins Firmennetzwerk verschaffen.

Deshalb gilt: Keine Hektik am PC oder Smartphone, denn es gibt zahlreiche Methoden, welche dich zum vorschnellen Handeln verführen können. So locken Rabatt-Versprechen, vermeintliche Rückzahlungen oder wartende Postsendungen in die Falle – und diese sind inzwischen nicht mal mehr nur auf E-Mails beschränkt. Nicht zu trauen sind deshalb auch SMS-Nachrichten.

Umgekehrt solltest du auch achtsam mit Informationen des Unternehmens umgehen. Seriöse Menschen und Unternehmen fragen nie nach sensiblen Informationen wie Passwörtern.

Tipp 2 - Nutzen Sie einzigartige Passwörter und ein zweites Gerät

Ein langes Passwort ist besser als ein kurzes. Ein unverständliches mit vielen Sonderzeichen und Ziffern besser als ein Wort. Für jede App und jeden Webservice ein anderes ist besser als immer dasselbe.

Optimal: Die meisten Webservices bieten heute Multifaktor-Authentifizierung an. Das heisst: Es braucht ein zweites Gerät, um zu bestätigen, dass der Zugriff berechtigt ist. 

Tipp 3 - Installieren Sie Apps nur aus sicheren Quellen

Ein wichtiger Grundsatz: Keine Games, Themes, Wallpaper und andere angeblich leistungssteigernde Wundermittel auf Geräte mit geschäftlicher Nutzung installieren. Schon gar keine App, die von irgendwelchen namenlosen Entwicklern aus den hintersten Ecken des Internets stammt.

Genutzt werden sollten nur die offiziellen App Stores von Apple, Google oder dem Smartphone-Hersteller. Dort kann es zwar auch Schadsoftware geben, doch das Risiko ist weitaus geringer als wenn Installationsdateien aus anderen Quellen auf das Gerät geladen werden. Solltest du unbedingt eine bestimmte App benötigen, sprich dich mit der IT-Abteilung ab.

Tipp 4 - Aktualisieren, aktualisieren, aktualisieren 

Software enthält immer Schwachstellen – ein Problem sind diejenigen, die bekannt werden und ausgenutzt werden. Die digitale Kriminalität stürzt sich sofort darauf. Sicherheitsbewusste und verantwortungsvolle Hersteller legen Schwachstellen offen und schliessen sie in kurzer Zeit.

So handhabt das etwa Cisco bei allen Produkten. «Sicherheitsprozesse sind essenziell für die Produktqualität», sagt Roman Stefanov, Cybersecurity-Verantwortlicher von Cisco Schweiz. «Diese müssen schon beim Produktdesign mit integriert werden», sagt er. Für den Anwender heisst das: Aktualisieren Sie Ihre Software immer, sobald ein Update erscheint.

Tipp 5 - Umgehen Sie keine Sicherheitsmassnahmen

Sicherheit kann unbequem sein. Darum umgehen viele Mitarbeitende auch in der Schweiz immer wieder bestehende Sicherheitsmassnahmen und gehen beispielsweise mit dem Firmennotebook unterwegs ohne VPN über einen öffentlichen Wi-Fi-Hotspot ins Internet.

Laut einer Umfrage von Cisco vom letzten Herbst wissen aber rund 15 Prozent der Mitarbeitenden nicht einmal Bescheid über Sicherheitsmassnahmen und 42 Prozent foutieren sich immer wieder drum. Das ist ein schwerer Fehler: Versuche niemals, bestehende Sicherheitsvorkehrungen der IT zu umgehen. Bequemlichkeit spielt Cyberkriminellen nämlich in die Hände.

Cisco / Redaktion March24 & Höfe24