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Lachen
21.01.2022
21.01.2022 14:08 Uhr

Drei neue Fahrzeuge für den Rettungsdienst Lachen

Die Freude ist gross bei der Einweihung der neuen Rettungsfahrzeuge: (vorne v. l.) Peter Suter, Verwaltungsratspräsident Spital Lachen, Rettungsdienstler Luigi Nozzello, Wladimir Gervasoni, Betrieblicher Leiter Rettungsdienst, Bezirksrätin Nicole Fritsche und Bezirksrätin Sidonia Bräuchi.
Die Freude ist gross bei der Einweihung der neuen Rettungsfahrzeuge: (vorne v. l.) Peter Suter, Verwaltungsratspräsident Spital Lachen, Rettungsdienstler Luigi Nozzello, Wladimir Gervasoni, Betrieblicher Leiter Rettungsdienst, Bezirksrätin Nicole Fritsche und Bezirksrätin Sidonia Bräuchi. Bild: Mia Jule Hähni
Der Rettungsdienst Lachen hat nach langem Warten neue Rettungsfahrzeuge. Gestern wurden die Fahrzeuge «March», «Höfe» und «Lui» eingeweiht. Das Fahrzeug «Lachen» wird Mitte des nächsten Jahres ersetzt.

Lieferschwierigkeiten erschwerten die pünktliche Lieferung der Rettungsfahrzeuge des Rettungsdiensts Lachen im Mai 2021. Die ohnehin zwölfmonatige Lieferfrist für die Fahrzeuge wurde dadurch um ein weiteres Jahr verlängert. Auch wenn die Inbetriebnahme nicht wie geplant im Frühjahr stattfinden konnte, war es dann letzten Monat soweit: Die neuen Fahrzeuge des Rettungsdiensts Lachen wurden geliefert. Diese Verzögerungen bedingten einen massiven Materialverschleiss bei den Rettungsfahrzeugen und verursachten hohe Reparaturkosten. Gute Qualität der Rettungsfahrzeuge ist in der Schweiz oberstes Gebot. Deshalb ersetzt der Rettungsdienst Lachen seine Fahrzeuge alle fünf Jahre. «In diesen fünf Jahren haben unsere drei Rettungsfahrzeuge zwischen 250 000 bis 280 000 Kilometer zurückgelegt», berichtet Wladimir Gervasoni, Betrieblicher Leiter des Rettungsdienstes Lachen.

Wladimir Gervasoni im Notarztauto. Bild: Mia Jule Hähni

Drei Fahrzeuge – eines ist Ersatz

Insgesamt verfügt der Rettungsdienst Lachen über drei Rettungsfahrzeuge und ein Notarztauto. Benutzt werden jeweils nur zwei Fahrzeuge, da das Dritte ein Ersatzfahrzeug ist und erst bei Schichtwechsel zum Einsatz kommt, insofern die zwei anderen noch unterwegs sind. An der Einweihungsfeier der Fahrzeuge waren lediglich das Notarztauto «Lui» und das Ersatzfahrzeug «March» am Stützpunkt. Das Fahrzeug «Höfe», welches ebenfalls erneuert wurde, war zu diesem Zeitpunkt mit einem Kinder-Notfall unterwegs ins Kinderspital Zürich. Das Fahrzeug «Lachen» war zu diesem Zeitpunkt ebenfalls im Einsatz. Dieses ist jedoch noch nicht fünf Jahre in Gebrauch und wird deshalb erst Mitte des nächsten Jahres ersetzt. Die Bestellung dafür wurde bereits aufgegeben.

Der Rettungsdienst Lachen hat drei neue Rettungsfahrzeuge. Bild: Mia Jule Hähni

Ein besonderer Name für das Notarztauto

Hinter der Namensgebung des Notarztautos steckt eine alte Tradition. Das Auto wird dabei nach dem ältesten Mitarbeiter benannt. Das neuste Modell trägt deshalb den Namen von Rettungsdienst-Mitarbeiter Luigi Nozzello, der diesen Januar seit 30 Jahren für den Rettungsdienst Lachen im Dienst ist. Bezirksrätin Nicole Fritsche ist Patin des neuen Rettungsfahrzeugs «Höfe». Patin des Fahrzeugs «March» ist Bezirksrätin Sidonia Bräuchi.

  • Das Notarztauto Lui. Bild: Mia Jule Hähni
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  • Im Notarztauto gibt es Alamierungstools von Schutz und Rettung Zürich. Im Bild rescuetrack. Bild: Mia Jule Hähni
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  • Hilfsmittel im Notarztauto. Bild: Mia Jule Hähni
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Rollende Intensivstation

Neu an den Rettungsfahrzeugen ist beispielsweise die reflektierende Folie, wie Gervasoni erklärt. Unter anderem verfügen die Autos auch über die aktuellsten Sicherheitssysteme wie Spur- und Bremsassistent. Ein solches Rettungsfahrzeug ist mit fünf Tonnen und 300 000 Fr. Kosten eine grosse Investition für die Bezirke March und Höfe sowie den Rettungsdienst. Alleine die Trage im Innenbereich kostet 40 000 Franken. «Doch Qualität hat eben ihren Preis», wie Wladimir Gervasoni festhält. «Alle Fahrzeuge des Rettungsdiensts sind eine rollende Intensivstation und mit allen nötigen Hilfsmitteln ausgerüstet.» Die alten Rettungsfahrzeuge aus Lachen können grundsätzlich weiterhin für Notfälle aller Art genutzt werden, weshalb diese auch weiter ins Ausland verkauft werden. Die Schweiz hingegen hat einen viel höheren Qualitätsstandard für ihre Rettungsfahrzeuge.

«Alle Fahrzeuge des Rettungsdiensts sind eine rollende Intensivstation.»
Wladimir Gervasoni, Betrieblicher Leiter Rettungsdienst Lachen
  • Das Rettungsfahrzeug March. Bild: Mia Jule Hähni
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  • Das Rettungsfahrzeug von innen. Bild: Mia
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  • Allein diese Trage kostet 40'000 Franken. Bild: Mia Jule Hähni
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  • Hilfsmittel im Rettungsfahrzeug. Bild: Mia Jule Hähni
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Tag der offenen Türe soll klappen

Die Freude beim Rettungsdienst Lachen über die neuen Fahrzeuge ist gross. Zusätzlich blicken die Mitarbeitenden schon erwartungsvoll auf den Tag der offenen Türe im Herbst. Der Anlass ist bereits seit zwei Jahren in Planung, konnte aber aufgrund der Corona-Pandemie bisher nie stattfinden, so der Betriebliche Leiter des Rettungsdiensts Lachen. Diesen Herbst soll es aber klappen, damit Interessierte aus der Region einen Einblick in die vielfältige Arbeit des Rettungsdiensts erhalten können und die neuen Rettungsfahrzeuge aus der Nähe bestaunen können.

Mia Jule Hähni, Redaktion March24 & Höfe24