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20.01.2022

Kapo St. Gallen warnt: Kinderpornografie auf gehackten Accounts

Unschuldige Nutzer von gehackten Facebook-Accounts könnten gar ins Visier der Strafverfolgungsbehörden geraten.
Unschuldige Nutzer von gehackten Facebook-Accounts könnten gar ins Visier der Strafverfolgungsbehörden geraten. Bild: zvg
In letzter Zeit sind bei der Kapo SG vereinzelte Anzeigen eingegangen, wonach eine unbekannte Täterschaft Kinderpornografie auf gehackte Facebook/Instagram-Accounts hochgeladen hat.

Bereits im April 2021 wurde bekannt, dass Facebook von einem Datenleck betroffen war. 1,6 Millionen Daten von Schweizer Nutzerinnen und Nutzern wurden damals gestohlen. Als Folge kann die Täterschaft Zugang zu den Accounts erlangen. Sie lädt im Namen von unschuldigen Nutzern Kinderpornografie-Videos hoch. Durch die Firma Meta (Facebook/Instagram) werden solche Konten erkannt, gelöscht und die Daten den US-Behörden gemeldet. Diese wiederum informiert danach die Strafverfolgungsbehörden der jeweiligen Länder. So können Unschuldige plötzlich ins Visier der Strafverfolgungsbehörden geraten. Bei der Kantonspolizei St.Gallen sind bereits einige Fälle bekannt.

Der Kantonspolizei St.Gallen ist die Reputation der Opfer wichtig. Daher wird dringend empfohlen, das Passwort des Facebook/Instagram-Accounts sowie des damit verknüpften E-Mail-Accounts vorsorglich zu ändern. Sollten Accounts gehackt werden, wird dringend geraten, eine Strafanzeige bei der lokalen Polizeistation zu erstatten. Dadurch kann dokumentiert werden, dass das kinderpornografische Material nach einem Hacker-Angriff durch Dritte hochgeladen wurde. Zudem können nur so weitere Ermittlungen zur Täterschaft eingeleitet werden.

Kapo SG