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Sport
17.01.2022
18.01.2022 08:51 Uhr

Solide Leistung von Parathlet Thomas Pfyl in Lillehammer

Thomas Pfyl: «Ich bin bereit und optimistisch für Olympia.»
Thomas Pfyl: «Ich bin bereit und optimistisch für Olympia.» Bild: Goran Basic
An der WM in Lillehammer begräbt der Schwyzer Behindertensportler Thomas Pfyl bereits im Super-G seine leisen Medaillenhoffnungen.

Zufriedenheit sieht anders aus. Thomas Pfyl stand nach seinem Slalomlauf in der Superkombi bei der Para-Snowsports-WM in Lillehammer im Ziel. Der Schwyzer schaute auf die Anzeigetafel, noch war er Dritter, «aber da kommen noch genug» wusste er.

Zweiter Lauf besser als erster

Der erste Lauf von Thomas Pfyl lief nicht optimal, dafür fuhr der Schwyzer im zweiten Lauf umso schneller. Gar schneller als der Viertplatzierte Thomas Charles Walsh. Zum Sieger Arthur Bauchet fehlten Pfyl im zweiten Lauf nur 2,8 Sekunden. Kurz darauf war klar, dass es nichts wird mit einer Medaille. Am Ende war Pfyl Siebter und damit bester Schweizer. Robin Cuche wurde 16.

 

 

 

 

Der Steiner Thomas Pfyl überzeugte bei seinem ersten WM-Rennen mit Platz 8, heute konnte er beim Slalom nochmals einen Platz gutmachen. Bild: Goran Basic

Achter im Super-G

Seine Chance auf einen Podestplatz hatte Pfyl im Prinzip schon im Super-G verpasst. Am Samstag war Pfyl zweitbester Schweizer hinter Théo Gmür, der mit einem wilden Ritt zu Bronze fuhr und damit die Stimmung im gesamten Team nach der medaillenlosen Abfahrt spürbar auflockerte. «Ich habe im Video gesehen, dass mir zwei Fehler unterlaufen sind», sagte er. Danach sei klar gewesen, dass es schwierig mit einer richtig guten Platzierung werde. Eine Medaille war in diesem Moment bereits 2,2 Sekunden entfernt.

Thomas Pfyl gehört zu den Top 5 der Welt im Slalom. Bild: Goran Basic

Plätze gutgemacht

Somit wurde der Slalom als zweiter Teil der Superkombi noch wichtiger im Hinblick auf den Freitag, wo der Tanz durch die ganz eng gesteckten Tore auf dem WM-Programm steht. Dieser Wettbewerb ist von Anfang an das erklärte Ziel von Pfyl. In der Superkombi hatte er im Slalom ein paar Probleme am ersten Übergang, fühlte sich aber insgesamt schon recht wohl. «Ich konnte ein paar Plätze gegenüber dem Super-G gut machen», freute er sich. Im Slalom waren nur vier Fahrer schneller, auch das ist ein wichtiger Fingerzeig für das, was kommt.

Er kennt die Szene natürlich, weiss, was in den Rennen auf ihn wartet. Aber Pfyl geht deshalb nicht weniger zuversichtlich in den Riesenslalom am Mittwoch. Es ist der nächste Schritt nach vorne. Er war durchaus angenehm überrascht, wie sich die schwer beanspruchte Piste in Hafjell zeigt. «Es war nicht so schlagig, wie ich eigentlich erwartet hatte.»

Christian Andiel, PluSport und Redaktion March24 & Höfe24