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Freizeit
30.12.2021
06.05.2022 15:13 Uhr

Neujahrsbräuche aus aller Welt

Nicht nur Sekt und gute Wünsche gehören in der Silvesternacht dazu. Es gibt viele weitere Neujahrsbräuche aus aller Welt.
Nicht nur Sekt und gute Wünsche gehören in der Silvesternacht dazu. Es gibt viele weitere Neujahrsbräuche aus aller Welt. Bild: pexels
Ein weiteres Jahr neigt sich dem Ende zu. Bald können wir die Korken knallen lassen um auf ein neues und hoffentlich glückliches Jahr 2022 anzustossen. Um dem Glück etwas auf die Sprünge zu helfen, gibt es in der letzten Nacht des Jahres nicht nur Alkohol und gute Wünsche, sondern auch jede Menge Bräuche. Hier erfährst du welche.

Italien: Rote Unterwäsche bringt Glück

Wer im neuen Jahr glücklich und erfolgreich sein will, sollte mit roter Unterwäsche ins neue Jahr rutschen. Diese gilt in Italien als Glücksbringer. Im alten Rom brachte rote Unterwäsche vor allem Glück in der Liebe. Viele Dessous-Läden setzen deshalb im Jahresendgeschäft auf die Farbe Rot. Damit der Brauch auch wirklich wirkt, muss man einige Punkte beachten:

1. Die rote Unterwäsche muss ein Geschenk sein.

2. Die neue Unterwäsche darf erst in der Silvesternacht getragen werden.

3. Die Unterwäsche darf nur einmal getragen werden. Zweimal tragen bringt nämlich Unglück und die Wirkung kann dadurch nicht entfaltet werden.

Der Brauch der farbigen Unterwäsche wird auch in vielen anderen Ländern praktiziert. So wird in Mexiko gelbe Unterwäsche getragen um für Erfolg in Beruf und den Finanzen zu sorgen. In Brasilien wird meistens weisse Unterwäsche getragen. Weiss kann dabei als Farbe des Friedens und somit als Glücksbringer für das neue Jahr interpretiert werden oder Gesundheit für das nächste Jahr versprechen.

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Spanien: 12 Trauben essen

Weintrauben spielen in Spanien in der Silvesternacht eine wichtige Rolle. Mit jedem der zwölf Glockenschläge um Mitternacht muss man eine Weintraube essen und sich etwas wünschen. Die 12 Weintrauben sollen für ein Jahr voller Reichtum und Glück sorgen. Jedoch muss schnell gegessen werden, denn wenn man nach dem letzten Glockenschlag noch eine Traube im Mund hat, wird man im neuen Jahr vom Pech verfolgt.

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Niederlande: Das Neujahrsbaden

In einigen Gegenden in der Niederlanden hat sich in den vergangenen Jahrzehnten ein verrückter Brauch durchgesetzt. Der Neujahrstauchgang ist für viele der perfekte Start ins neue Jahr. Mit einem Sprung in die Nordsee beginnt das Jahr also ziemlich frisch. Der grösste Tauchgang findet jeweils am Strand von Scheveningen statt, wo rund 10'000 Menschen miteinander ins Meer springen. Das Neujahrsschwimmen wird auch in Kanada praktiziert. Die Abhärtung des Körpers soll für gute Gesundheit im neuen Jahr sorgen.

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Österreich: Im Walzerschritt ins neue Jahr

In Österreich wird ins neue Jahr getanzt. Auf dem Wiener Rathausplatz wird traditionell der Wiener Walzer getanzt, während die Glocke des Stephansdoms das neue Jahr einläutet. Aber auch an anderen Orten, wie zu Hause, im Club oder auf den Strassen des Landes, zelebrieren die Österreicher den Jahreswechsel im Walzerschritt. In vielen Familien wird auch das Bleigiessen zelebriert. Dabei werden kleine Figuren aus Blei in einen Löffel gelegt und über eine Kerze gehalten. Sobald das Blei geschmolzen ist, wird es in eine Schüssel mit kaltem Wasser gelegt. Daraufhin bildet sich eine Form daraus, die vorhersagen soll, was einem im neuen Jahr erwartet.

Bild: freepik.com

Bulgarien: Kornelkirschen schmücken und hiebe auf den Rücken

In der Silvesternacht geht es in Bulgarien etwas härter zu und her. Die Bulgaren schlagen sich nämlich  gegenseitig auf den Rücken. Das soll Gesundheit und Reichtum bringen. Um den «Surwatschke» oder den Schlagstock herzustellen, nimmt man einen Ast vom Kornelkirschbaum und schmückt ihn bunt. In der Silvesternacht und am Neujahrstag gehen die Kinder dann von Haus zu Haus und schlagen die Bewohner auf den Rücken. Dafür bekommen sie kleine Geschenke.

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Argentinien: Regenschauer aus Papier

Die Menschen in Argentinien befreien sich vor dem neuen Jahr von ihren Altlasten und schaffen Platz für Neues. Deshalb schreddern sie Papiere, Urkunden und andere Unterlagen, die sie nicht mehr benötigen und werfen sie anschliessend aus dem Fenster. So wird vor allem Buenos Aires um Mitternacht vom Papierregen heimgesucht.

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Griechenland: Münze in Brot eingebacken

Für ein glückliches neues Jahr riskieren die Menschen in Griechenland sogar einen ausgebissenen Zahn. Sie backen in das Basiliusbrot mit Anis, Vanille, Mandeln und Orangen, eine Münze. Wer sie beim essen findet, darf sich auf ein besonders glückliches Jahr freuen.

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Russland: Neujahr, das grosse Fest

Da in Russland Weihnachten und Silvester die Plätze getauscht haben, bekommt man in Russland zu Silvester Geschenke. In Russland wird für die Zeitrechnung nämlich der Julianische Kalender verwendet. Deshalb fällt Weihnachten dann erst auf den 7. Januar. An Silvester wird nicht nur das neue Jahr begrüsst sondern auch Väterchen Frost wird willkommen geheissen. Väterchen Frost bringt am 31. Dezember die Geschenke sowie es der Weihnachtsmann an Weihnachten tun würde. Dabei wird er von seiner Enkelin «Snegurotschka» und dem Jungen «Neujahr» begleitet. Damit die Wünsche für das kommende Jahr in Erfüllung gehen, gibt es in Russland ein ganz besonderes Ritual. Dabei schreibt man seinen Wunsch auf ein Blatt Papier und verbrennt es sobald die Uhr zwölf schlägt. Danach soll man die Asche in das Sektglas kippen und austrinken. Es gilt auch: Je mehr Menschen man an Silvester gratuliert, desto glücklicher wird man im kommenden Jahr werden.

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Mia Jule Hähni, Redaktion March24 & Höfe24